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Tagungshinweis September 2018: 52. Deutscher Historikertag

Archiv des Schottenstifts -

Von 25. bis 28. September 2018 findet unter dem Titel „Gespaltene Gesellschaften“ der 52. Deutsche Historikertag in Münster statt. Veranstalter sind der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Das vollständige Programm gibt es hier.

Auch Stiftsarchivar Maximilian Alexander Trofaier, der Autor dieser Zeilen, wird dort am 28. September 2018 im Rahmen der Sektion „Sprach- und ethnische Konflikte in Klöstern nördlich und südlich der Alpen im Spätmittelalter und in der frühen Neuzeit“ einen Vortrag mit dem Titel „Konstruierte Fremdheit. Die Beziehungen der irischen Mönche des Schottenklosters in Wien zu ihrem Umfeld“ halten. Weitere Vortragende sind Petr Hlaváček (Prag) zum Thema „Ein Sprachenkonflikt in der spätmittelalterlichen Franziskanerprovinz „Bohemia“?“ und Andreas Rehberg (Rom) zum Thema „Ein Kampf um Subiaco und Farfa. Die Verdrängung der deutschen Mönche aus zwei Klöstern im Hinterland von Rom nach 1500“. Moderiert wird die Sektion von Gabriela Signori (Konstanz). Details zu dieser Sektion gibt es hier.

900 Jahre alter Schatz in der Wiener Malteserkirche entdeckt

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

„Zu Beginn des 14.Jahrhunderts errichtet, überdauerte das gotische Dachwerk der Malteserkirche 700 Jahre lang unbemerkt alle Stadtbrände, Kriegsereignisse und Bautätigkeiten im Zentrum von Wien. Hanna A. Liebich (Bundesdenkmalamt) und Michael Grabner (Universität für Bodenkultur) berichten von seiner Entdeckung“, und zwar in der Zeitschrift „Die Malteser - Der Sourveräne Malteser-Ritter-Orden und seine Werke in Österreich“, Ausgabe 1/2018.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenDenkmalschutzOrdensgeschichte

Abschied von Maria Kirchental

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Die Zeitschrift der Herz-Jesu-Missionare „Kontakte“ berichtet in der Ausgabe vom April 2018 über die Niederlassung des Ordens an der Wallfahrtskirche Maria Kirchental (im Salzburger Pinzgau). Anlässlich des Weggangs des dortigen Kirchenrektors P. Karl Unger wird dessen Bemühen um die Erhaltung dieses wichtigen österreichischen Kulturdenkmals gewürdigt:

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenAus Archiven, Bibliotheken und SammlungenSchatzkammer

Jahrestagung Kirchenpädagogik: Reichtum und Gold der Kirche als Anfrage

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

„Damit in allem Gott verherrlicht werde“, schreibt der Heilige Benedikt in seiner Regel im Kapitel über die Mönche als Handwerker. – Was dient dem Lob Gottes? Was ist würdig für den Gottesdienst? Die diesjährige Tagung Kirchenpädagogik geht diesen und anderen Fragen nach. Sie reflektiert den Einsatz von Gold im Kirchenraum und nimmt Kleinodien verschiedener Jahrhunderte unter die Lupe.

Kategorien: TermineVorschauKirchenpädagogik

Kulturgüter, die „unproduktiv im Stift herumliegen“

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Die wirtschaftliche Notlage in der Zwischenkriegszeit veranlasste die österreichischen Klöster zum Verkauf von mittelalterlichen Handschriften, alten Drucken und Kunstgegenständen. Für so manchen Abt war der ideelle Wert diese Kulturgüter gering.

Kategorien: TermineRückblickAus Archiven, Bibliotheken und SammlungenBibliothekenDenkmalschutzOrdensgeschichte

Personaländerungen im Referat für die Kulturgüter

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Helga Penz wird mit Jahresende aus dem Dienst der Ordensgemeinschaften Österreich ausscheiden und beginnt 2019 ein Forschungsprojekt über die Geschichte der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul in Wien-Gumpendorf. Karin Mayer wird die Leitung des Referats für die Kulturgüter ab 1. Oktober 2018 übernehmen und ihre Arbeitszeit von 20 auf 35 Wochenstunden erhöhen.

Kategorien: Wir über unsReferat für die Kulturgüter der Orden

Die Historische Bibliothek der Stadt Rastatt

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Unbekannter Maler: Franziska Sibylla Augusta, Markgräfin von Baden (1675–1733), Öl auf Leinwand, 75,5 × 56 cm. 18. Jh., Privatbesitz (Quelle + Lizenz)

1715 stiftete die Markgräfin Sibylla Augusta (1675–1733) der Stadt Rastatt ein Piaristenkolleg. 1716 wurde nachweislich mit dem Aufbau einer Büchersammlung begonnen.  1808 wurde die Rastatter Piaristenschule mit dem Lyzeum von Baden-Baden, das aus dem dort 1642 gegründeten Jesuitenkolleg hervorgegangen war, zusammengelegt zum Großherzoglichen Gymnasium Rastatt. Auch die Buchsammlungen der beiden Anstalten wurden zu einer einzigen Bibliothek vereinigt, die fürderhin als Lehrerbibliothek der seit 1908 Ludwig-Wilhelm-Gymnasium genannten Schule fungierte und dort bis heute aufgestellt ist. Seit nunmehr einem halben Jahrhundert ist die Bibliothek in städtischer Trägerschaft, seit Ende der 1980er Jahre ist sie dem Stadtmuseum angeschlossen.

Bestände Fragment einer Bibelhandschrift, 10. Jahrhundert. Historische Bibliothek der Stadt Rastatt (Quelle)

Die Sammlung gilt als eine der am besten erhaltenen und erforschten1 Gymnasialbibliotheken unseres Landes und umfasst von insgesamt ca. 80.000 Exemplaren ungefähr 20–25.000 Einheiten historischen Bestand.  In der beachtlichen Zahl an Handschriften galt als ältestes Stück bis vor kurzem ein Bibelfragment des 10. Jahrhunderts aus dem Buch Hiob, das als  Bucheinband benutzt  worden war. Dann wurde im Einband einer in Straßburg 1491 gedruckten Inkunabel das Blatt mit einer alemannischen Minuskel aus dem 9. Jahrhundert entdeckt, der Text kommentiert das Johannesevangelium.2

Spucken oder Sprechen? Originell verziertes Initial. In: Guillelmus Duranti: Rationale divinorum officiorum. [Strassburg: Georg Husner, nicht nach 1478]. 2°. GW 09114. Historische Bibliothek der Stadt Rastatt (Quelle + Lizenz)Die Rastätter Gymnasialbibliothek hält stattliche mehr als 160 Inkunabeln.3 In den Wiegendrucken, aber auch in den zahlreichen Drucken des 16. und 17. Jahrhunderts verweisen immer wieder die Besitzeinträge auf die ursprünglichen Eigner: die Bibliotheca Rastadiensis Scholarum Piarum und die des Collegii Societatis Jesu Badena‘. Bestände der Piaristenbibliothek von Donaueschingen wurden ebenfalls übernommen. Durch einen Jahresetat erfuhr die Bibliothek im 19. Jahrhundert Bereicherungen, des gleichen durch Schenkungen von Lehrern und Schülern. Nennenswerte Verluste hatte die Bibliothek nie zu verzeichnen.4 Eine Sammlung von sogenannten Schulprogrammen des 19. Jahrhunderts5 im Umfang von mehreren zigtausend Jahresberichten aus mehreren Hundert Gymnasien bildet einen wesentlichen Teil der gesammelten Schulschriften.

Vermittlung Bibliothekssaal in Kulissenform im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium, Rastatt. (Quelle + Lizenz)

Vor Ostern machte ich auf einer Reise zu einer Tagung im Schwarzwald in Rastatt Station und hatte die Gelegenheit, die Bibliothek kennenzulernen. Und dabei auch, was Heike Endermann, die als wissenschaftliche Bibliothekarin  die Sammlung betreut, unternimmt, um die Bestände als wertvolles Kulturgut bekannt zu machen und zu vermitteln.  So werden im großen Bibliothekssaal, der in Anlehnung an die Form einer Kulissenbibliothek aufgebaut ist, Vorträge gehalten und Ausstellungen inszeniert, wie zum Beispiel 2016 Inkunabeln und frühe Drucke in der Historischen Bibliothek zum 300jährigen Bibliotheksjubiläum6  und 2017 Das bewegte 16. Jahrhundert und seine Folgen.7

Seit mehreren Jahren veranstaltet Endermann auch eine regelmäßige Reihe von Buchvorstellungen8 für die Rastatter Bürger, zu der sich jedermann anmelden und an einem Donnerstag einfinden kann. Und just als ich in Rastatt war, fand solch ein Abend statt, und ich durfte teilnehmen!

Grand Tour

Es gab mehrere Werke aus dem 16. bis zum 19. Jahrhundert anzusehen und in die Hand zu nehmen – Städte und Metropolen waren angesagt. Mit Heike Endermann als voyagiste unternahmen wir in kleiner Reisegruppe eine virtuelle Grand Tour unter anderem durch Abraham Saurs Theatrum urbium. Wahrhaffte Contrafeytung und Summarische Beschreibung fast aller vornehmen und namhafftigen Stätten, Schlösser und Klöster von 1595, besuchten Athen mit der Akropolis mit Johann Horners Bilder des griechischen Altertums, oder Darstellung der berühmtesten Gegenden und der wichtigsten Kunstwerke des alten Griechenlands  (1823), reisten über Belgrad und Budapest nach Wien (Ausführliche Topographische und Historische Beschreibung der importanten Stadt und Vestung Belgrad, nach 1718; Sonderbare Begebnüsse der königlichen Vestung Ofen, 1686; Vera Et Accurata Delineatio Omnium Templorum et Coenobiorum Quae tam in Caesarea Urbe ac Sede Vienna Austriae, quam in circumjacentibus [circumiacentibus] Suburbijs [Suburbiis] ejus [eius] reperiuntur, ad vivum ibi designata per Salomonem Kleiner, 1725), und dann weiter nach Italien, zunächst nach Venedig mit Matthäus Merians Topographia Italiae, dann weiter mit Jean Claude Richard de Saint Non nach Neapel und Pompeji (Voyage pittoresque de Naples et Sicile,  2 Bände, 1789 / 1791, Auszug) – und endlich nach Rom,  geführt von Johann Georg Gaevius (Thesaurus Antiquitatum Romanarum, 1732) und Ottavio Panciroli (Roma sacra e moderna, 1725).

Lodovico Guicciardini (1521-1589): Zelandia Typus, 1581 (Quelle + Lizenz)

Dann ging’s nach Spanien und Portugal mit David Funck (Hellpolierter Spiegel Der Weltberühmten Königreiche Hispanien und Portugal, Das ist: Ausführliche Vorstellung Aller Provinzien, Länder, Städte, Erz- und Bisthümer, Vestungen und Schlösser, derselben Lager, Fruchtbarkeit, Grösse, Seltenheiten, Regierungs-Form, Glücks- und Unglücks-Fälle betreffend; Samt beygefügter accurater Land-Carte dieses Reichs, und Abrissen derselben berühmtesten Städten, 1690) und endlich über Belgien und die Niederlande (Lodovico Guicciardini: Omnium Belgii sive Inferioris Germaniae regionum descriptio, Arnheim 1616) wieder nach Haus.  – Tolle Reise am Tisch in anderthalb Stunden!

Weblinks

• Archivalia: Aus Handschriften und Inkunabeln der Historischen Lehrerbibliothek des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums Rastatt
• Barockstadt Rastatt: Historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium
• Wikipedia: Historische Bibliothek der Stadt Rastatt

Bildnachweis

Beitragsbild:  Peter Ernst Rohrer (1687-1762): Piaristenkolleg Rastatt. Zeichnung, um 1736. Stadtarchiv Rastatt K 1766 (Quelle + Lizenz). Alle anderen Abbildungen siehe Beschriftungen.

Diesen Artikel zitieren: Felicitas Noeske, "Die Historische Bibliothek der Stadt Rastatt," in bibliotheca.gym, 15/04/2018, https://histgymbib.hypotheses.org/3142. Anmerkungen
  1. Publikationen der Historischen Bibliothek
  2. Historische Bibliothek der Stadt Rastatt im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium. Kultur Stadt Rastatt, o. J. (Faltblatt)
  3. Felix Heinzer, Hans Heid: Aus Handschriften und Inkunabeln der Historischen Lehrerbibliothek des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums. Rastatt 1989 (online)
  4. Wilfried Sühl-Strohmenger: Die Historische Bibliothek der Stadt Rastatt. Ihr Stellenwert unter den deutschen, insbesondere den baden-württembergischen Gymnasialbibliotheken. Rastatt 1991, S. 17–19
  5. Siehe dazu auch bei Wikipedia: Schulprogramm
  6. 300 Jahre Historische Bibliothek Rastatt: Sonderausstellung visualisiert die Babyjahre des Buchdrucks, Rastatt 2016
  7. Es luthert auch in Rastatt: Ausstellung und Vortragsreihe in der Historischen Bibliothek, Juni 2017 bis Januar 2018
  8. Nach der Arbeit in die Bibliothek: Historische Bücher aus der Nähe betrachtet, seit 2015 im Magazin der Historischen Bibliothek

Gesamtverzeichnis der Urkundenreihe und Urkunden-Findbuch

Archiv des Schottenstifts -

Für Benutzerinnen und Benutzer gibt es auf unserer Webseite seit Kurzem zwei besondere Schmankerl zum Herunterladen: das erste vollständige Gesamtverzeichnis der chronologischen Urkundenreihe des Schottenstifts sowie ein Urkunden-Findbuch, das die Urkunden thematisch erschließt.

Die Urkunden bilden den ältesten Bestand des Stiftsarchivs und reichen bis in die Gründungszeit des Klosters im 12. Jahrhundert zurück. Die erste umfassende Ordnung des Bestands erfolgte Ende des 15. Jahrhunderts; die damals vorgenommene Einteilung der Urkunden in Landesfürstliche Privilegien, Päpstliche Privilegien, Jahrtagsstiftungen sowie nach Pfarren und Grundbesitz blieb im Wesentlichen in den folgenden Jahrhunderten bestehen und diente auch dem Stiftsarchivar P. Berthold Sengschmitt als Basis für seine Neuordnung des Archivs Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie spiegelte nicht nur thematische, sondern oftmals auch provenienzmäßige Zusammenhänge wider, da zahlreiche Urkunden erst als Vorurkunden zu späteren Rechtsgeschäften ins Haus kamen. 

Die Urkunden aus der bis 1418 dauernden irischen Periode des Klosters wurden bereits 1859 vom Stiftsarchivar und späteren Abt Ernest Hauswirth in einem Band der Fontes Rerum Austriacarum im Volltext ediert.1 Ende des 19. Jahrhunderts veröffentlichte P. Cölestin Wolfsgruber auch für die Zeit danach Regesten in den Quellen zur Geschichte der Stadt Wien, doch blieben Urkunden, die keinen direkten Wien-Bezug hatten, unberücksichtigt und damit unpubliziert.2

Mitte des 20. Jahrhunderts legten die Stiftsarchivare Walther Latzke und P. Cölestin Rapf eine chronologische Urkundenreihe an. Hierfür wurden (mit einzelnen Ausnahmen) sämtliche Urkunden bis 1500 aus ihren Scrinien herausgenommen und chronologisch geordnet aufgestellt. Damit verbunden war auch eine Neusignierung mit reinen Datumssignaturen. Mit der Anlage dieser Urkundenreihe wurden jedoch die meisten zusammengehörigen Urkunden auseinandergerissen; Zusammenhänge erschlossen sich nur noch bei genauer Kenntnis des Gesamtbestands. Auch hiernach wurde noch kein vollständiges Verzeichnis aller Urkunden veröffentlicht.

Die Plattform Monasterium.net, das „virtuelle Urkundenarchiv Europas“, in dem das Schottenstift bereits sehr früh vertreten war, brachte Anfang des 21. Jahrhunderts eine enorm erleichterte und verbesserte Zugänglichkeit zu den Urkunden. Speziell bezogen auf die Urkunden des Schottenstifts ist die dortige Erfassung jedoch mit einzelnen Problemen behaftet, die leider noch nicht behoben werden konnten. So sind etwa nur jene Urkunden, zu denen es auch ein Regest von Hauswirth oder Wolfsgruber gibt, mit einer Abbildung versehen und damit tatsächlich benutzbar.

Vor wenigen Jahren erfolgte eine Neuverpackung und Neuverzeichnung der Urkundenreihe, im Zuge dessen diese auch um die noch fehlenden Urkunden aus der Zeit vor 1500, um sämtliche Urkunden aus der Zeit von 1500 bis 1531 sowie um alle späteren landesfürstlichen und päpstlichen Urkunden, die von alters her gesondert aufbewahrt worden waren, erweitert wurde. Außerdem wurden nun auch die Datumssignaturen korrigiert bzw. präzisiert, denn bei den reinen Datumssignaturen der 1950er-Jahre war problematischerweise bei mehreren Urkunden vom selben Tag keine weitere Präzisierung erfolgt und bei Vidimussen inkonsequent manchmal das Datum der erhaltenen Urkunde, manchmal aber das Datum des ursprünglichen Stücks verwendet worden.

Das Archiv des Schottenstifts ist seit einiger Zeit bestrebt, standardisierte Bestandsbeschreibungen und Verzeichnisse anzulegen und sukzessive online zugänglich zu machen. Den Anfang macht jetzt also die chronologische Urkundenreihe, welche mit dem vorliegenden Verzeichnis nun erstmals in ihrer Gesamtheit erschlossen und publiziert wird.

Ergänzt wird dieses Gesamtverzeichnis der Urkundenreihe durch das Urkunden-Findbuch. Um die durch die Anlage der chronologischen Urkundenreihe verwischten Zusammenhänge zwischen den einzelnen Urkunden wieder besser nachvollziehen zu können, wurde bereits 2011 intern ein solches Findbuch angelegt, welches sich an der Einteilung Sengschmitts nach Scrinien orientierte, darüber hinaus jedoch eine gewisse thematische Untergliederung vornahm. Es erfüllte damit zugleich auch die Funktion einer Signaturenkonkordanz. Aufgrund der umfassenden Neuverzeichnung und Erweiterung der Urkundenreihe wurde jedoch eine überarbeitete Fassung des Findbuchs notwendig, die nun ebenfalls der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Das Findbuch möchte eine schnelle Orientierung bieten und ist am besten stets zusammen mit dem Gesamtverzeichnis zu konsultieren.

  1. Ernest Hauswirth (Hg.), Urkunden der Benedictiner-Abtei Unserer Lieben Frau zu den Schotten in Wien vom Jahre 1158 bis 1418 (Fontes Rerum Austriacarum II/18, Wien 1859).
  2. Cölestin Wolfsgruber, Regesten aus dem Archive des Benedictinerstiftes Schotten in Wien, in: Quellen zur Geschichte der Stadt Wien I/1 (Wien 1895) 39–118 [Nr. 224–590] und I/3 (Wien 1897) 89–125 [Nr. 2647–2794].

Grundkurs für Archivarinnen und Archivare

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Der Verband Österreichischer Archivarinnen und Archivare bietet jährlich einen fünftägigen Grundkurs an. Der Kurs findet heuer von 17. bis 21. September 2018 in Wien statt und ist besonders für all jene gedacht, die ein kleines Archiv betreuen und keine Fachausbildung im Archivwesen haben.

Kategorien: VeranstaltungshinweiseTerminvorschauArchive

Barockes Gewächshaus wird Veranstaltungsraum

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Es bietet Platz für fast 300 Personen, aber eine Heizung hat es nicht: Das Feigenhaus im Klostergarten von Kremsmünster wurde restauriert und kann von Veranstaltern gemietet werden. Für Konzerte und Lesungen im Sommer bietet diese gartenbauarchitektonische Besonderheit – es ist eines der ältesten Formen eines Gewächshauses – den idealen Rahmen.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenOrdensgeschichte

Bemerkenswerte Funde im Depot

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Bei den Schwestern vom Göttlichen Erlöser in Wien haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte viele Dinge in den Depoträumen angesammelt. Fein säuberlich verwahrt erzählen sie von ehemaligen Standorten und Werken der Schwesterngemeinschaft. Bei der genauen Durchsicht und der Bestandsaufnahme durch das Referat für die Kulturgüter der Orden sind bemerkenswerte Architektur- und Dekorationszeichnungen zum Vorschein gekommen, die aus dem ehemaligen Maleratelier stammen und dem Architekten Franz Schmoranz (1845-1892) zugeschrieben werden können.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenAus Archiven, Bibliotheken und Sammlungen

Tagungshinweis April 2018: „Klösterliche Handschriften- und Buchverkäufe“

Archiv des Schottenstifts -

Von 16. bis 17. April 2018 findet im Schottenstift die Tagung mit Workshop „Klösterliche Handschriften- und Buchverkäufe in der Zwischenkriegszeit“ statt. Veranstalter sind das Institut für Österreichische Geschichtsforschung, die Österreichische Nationalbibliothek, Sammlung Handschriften und alte Drucke, und das Referat für die Kulturgüter der Orden. Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Frage nach dem Verbleib von mittelalterlichen Handschriften, Inkunabeln und auch Kunstgegenständen aus klösterlichem Besitz, die vor allem in der Zwischenkriegszeit veräußert wurden. Die Keynote hält Christopher de Hamel (Cambridge) zum Thema „Austrian monastic books and their market in Britain and America in the 1930s and 1940s“. Das vollständige Programm gibt es hier.

Historische Bibliothek des Domgymnasiums Verden

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Domgymnasium Verden. Foto: Jens Gebhardt (Quelle + Lizenz)

Das Domgymnasium Verden, belegt seit 1578, hält eine umfangreiche historische Gymnasialbibliothek mit einem Bestand von ca. 25.000 Exemplaren.

Atlas Blaeu, Amsterdam 1635. Bibliothek des Domgymnasiums Verden

Die Darstellung der Bibliothek auf der Schulhomepage liefert sowohl eine Bestandsbeschreibung als auch ein konkretes Konzept für eine historische Buchsammlung im Schulleben, das die Schüler und deren Unterricht im Visier hat, vor allem aber: realisiert werden kann (und wird).

Der Bestand hat – neben dem Vorhandensein von wertvollen Einzelstücken, wie zum Beispiel einem Blaeu-Atlas von 1635 –  Merkmale, die ihn als exemplarisch für die besondere Sammlungsform „Gymnasialbibliothek“  kennzeichnen: er basiert auf Schenkungen von Bürgern und Schülern und er zeigt einen besonderen Sammlungsschwerpunkt in Werken und Darstellungen zur Region und zur Stadt.

Blatt mit Besitzereintrag „Lichtenberg„, dem Bibliotheksstempel und einem Donationsvermerk („der Schulbibliothek von Herrn Landrath Pfannkuche geschenkt“). Bibliothek des Domgymnasiums Verden

Bemerkenswert sind die schönen Ideen zur Vermittlung an die jungen Leute, die OStR Reinhard Nitsche anbietet, der die Sammlung mit fünf ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut;  angeboten werden: 1. Regelmäßige Führungen in großen Pausen für die Schülerinnen und Schüler, 2. Führungen für ganze Klassen im Rahmen von Unterrichtsstunden, in denen sie die Bestände erkunden können und etwas zu deren Herkunft, zur Geschichte des Buchdrucks und zum sachgerechten Umgang mit den Exemplaren erfahren und 3. Projekte für die Oberstufe, bei denen die Schülerinnen und Schüler tiefere Einblicke in die Bestände, z. B die Provenienzen einzelne Werke,  gewinnen können. Als Besonderheit werden 4. überdies besondere Einzelstücke für den Unterricht angeboten, die „Wegmarken der Wissenschafts- und Kulturgeschichte verkörpern” und griffig als Leuchttürme empfohlen werden, um durch die „Faszination, die sie als Originale hervorrufen, […] Aspekte der Fächer und deren bzw. der Geschichte auf eine ganz eigene Weise” zu beleuchten.

Der handschriftliche  Catalogus der Verdener Schul-Bibliothek, geführt von 1817 bis 1861, wird auf der Seite in einer Abschrift (2016) als Pdf angeboten.  Darstellungen zur Bibliothek aus den Mitteilungen des Gymnasiums können im selben Format eingesehen werden.  Eine kleine Literaturliste verweist auf Weiterführendes zur Bibliothek.

Zur Historischen Bibliothek des Domgymnasiums Verden: https://www.domgymnasium-verden.de/buch/historische-bibliothek.html

Vergleichbar, wenn auch mit einem etwas weniger umfangreichen Bestand, arbeitet das Gymnasium Athenaeum in Stade, das das sogenannte Seminarfach der Oberstufe, das wissenschaftspropädeutisch ausgelegt ist, der Geschichte zugeschlagen hat und damit den Unterricht direkt an die Bibliotheksbestände anbinden kann.

Zur Bibliothek des Athenaeums Stade: http://www.athenaeum-stade.de/2016/n/19121-historische-bibliothek-am-athenaeum-wird-katalogisiert; bibliotheca.gym: Schätze unterm Dach

 

Preis der Orden 2018

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Der Preis der Orden ist wieder ausgeschrieben! „Für engagierte soziale, journalistische, künstlerische oder wirtschaftliche Leistungen an der Schnittstelle zwischen Ordensgemeinschaften und Gesellschaft wird im Jahr 2018 zum vierten Mal der „Preis der Orden“ ausgeschrieben. Er ist mit € 12.000,- dotiert. Die Ordensgemeinschaften honorieren mit diesem Anerkennungspreis das  gesellschaftspolitische und spirituelle Engagement der PreisträgerInnen. Sie wollen Engagierte stärken und ihre  Solidarität mit den PreisträgerInnen ausdrücken.

Kategorien: Nachrichten aus den Orden

Oldalak

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