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Die Ordensnamen

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Fr. Tarcisius Sztubitz OCist, Der Ordensname. Theologie, Entwicklung und Besonderheiten der klösterlichen Namensänderungen insbesondere in Österreich und Süddeutschland, in: Analecta Cisterciensia 67 (2017) 109-211.

Die Diplomarbeit von Fr. Tarcisius aus dem Stift Heiligenkreuz ist in der Fachzeitschrift der Zisterzienser, den Analecta Cistercensia, erschienen. Der Beitrag bietet eine umfassende Geschichte der Ordensnamen, insbesondere in Österreich.

Kategorien: BüchereckeOrdenshistorischesFachliteratur

Zisterzienserforschung, Doktoranden- bzw. Nachwuchsseminar

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Im Mittelpunkt des Kolloquiums steht - wie schon bei EUCist Doktorandenworkshops 2010, 2012, 2014 und 2016 - die Präsentation und möglichst offene Diskussion von Dissertationsprojekten über Cistercienser und/oder vergleichende Ordensforschungen. Gewünscht werden explizit Werkstattberichte noch nicht abgeschlossener Arbeiten, die nicht nur auf Ergebnisse, sondern auch auf offene Fragen und methodische Probleme eingehen.

Wir bitten um eine kurze Darstellung des jeweiligen Forschungsprojekts mit einigen Hinweisen zu Ihrer Person.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenVeranstaltungenOrdensgeschichte

Sorgsamer Umgang mit Vasa Sacra

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Das Referat für die Kulturgüter der Orden unterstützt durch fachkundige Beratung beim Erhalt der Vasa Sacra. Neben dem materiellen Wert haben liturgische Geräte auch Bedeutung für die Kultur- und Kirchengeschichte.
Im Laufe der Zeit können durch den Gebrauch Schadensbilder auftreten, wie Abrieb der Vergoldung, Kratzer, Verformungen oder Lockerung der Verbindungen. Hier wird an richtige Fachpersonen und Restauratoren verwiesen, die das behutsame Zerlegen von Kelch oder Ziborium beherrschen, Reparaturen und Neuvergoldungen durchführen können.

Kategorien: BestandserhaltungSchatzkammer

P. Wilfried Kowarik OSB (1952–2018)

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Unter seiner Leitung ist das Stiftsarchiv zusammen mit Dr. Gerhard Winner neugeordnet und aufgestellt worden. Aufgrund seiner zahlreichen anderen Aufgaben und Positionen – Professor am Stiftsgymnasium, Direktorstellvertreter, Seniorenrat und seit 2001 im Amt des Priors – war es ihm nur begrenzt möglich, Zeit im Archiv zu verbringen. Er hat es dennoch geschafft, potenzielles Archivgut im Stift ins Archiv zu bringen. So hat er beispielsweise zahlreiche Plakate im Gymnasium selbst abgehängt, damit sie nicht verlorengehen. P.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenPersonalnachrichten

Erschließung und Beschreibung der Bruderschaftsunterlagen

Archiv des Schottenstifts -

Heute möchten wir einen Archivbestand vorstellen, der uns zuletzt verstärkt beschäftigt hat, nämlich jenen der Bruderschaften an der Schottenkirche. Für die Unterlagen der Bruderschaften wurden Ende 2017 nicht nur standardisierte Bestandsbeschreibungen erstellt, sondern sie waren auch jüngst wieder Gegenstand des Interesses mehrerer Benutzer.

In der Neuzeit war die älteste Bruderschaft an der Schottenkirche die 1471 gegründete Sebastianibruderschaft; andere mittelalterliche Bruderschaften, wie beispielsweise eine Zeche „Unserer Lieben Frau“, hatten sich wohl bereits im 15. Jahrhundert aufgelöst. In der Barockzeit kam es zur Gründung weiterer Bruderschaften an der Schottenkirche, nämlich der Bruderschaft Mariä um ein glückseliges Ende, der Bruderschaft vom hl. Benedikt um ein glückseliges Ende, der Bruderschaft von den sieben Schmerzen Mariä und der Fronleichnamsbruderschaft. Eine weitere Bruderschaft, jene von der Heimsuchung Mariä, scheint nach ihrer Gründung nicht lange Bestand gehabt und in der Bruderschaft Mariä um ein glückseligen Ende aufgegangen zu sein. Eine Dreifaltigkeitsbruderschaft schließlich, von der ebenfalls wenige Aktenstücke vorhanden sind, kam nicht über erste Gründungsbestrebungen hinaus.1

1783 hob Kaiser Joseph II. sämtliche Bruderschaften auf und vereinigte sie in der Folge zu einer großen Bruderschaft der Nächstenliebe (eigentlich „Die Liebe des Nächsten“), das hierzu eingezogene Kapital diente der Unterstützung der Armen (später Wiener Armeninstitut).

Obwohl die Bruderschaften eigenständige Institutionen waren, wurden ihre wichtigen Unterlagen im Stiftsarchiv aufbewahrt. Explizit im Stiftsinventar von 1583 erwähnt wird etwa eine eigene Lade, welche im Archiv der Sebastianibruderschaft zur Verfügung stand. Die Bestände der einzelnen Bruderschaften umfassen unter anderem Urkunden zur jeweiligen Gründung, Indulgenzen, Akten zu Reliquien und Prozessionen, Bruderschaftsstatuten und gegebenenfalls auch Akten der Aufhebungen 1783.

Wir hoffen, dass die Bestände der Bruderschaften, die nun auch der Archivtektonik entsprechend erschlossen wurden, weiterhin auf Interesse stoßen. Übrigens: Eine Silberstatuette des hl. Sebastian, die sich ursprünglich im Besitz der Sebastianibruderschaft befand, kann auch im Museum besichtigt werden.

  1. Albert Hübl, Die Bruderschaften an der Schottenkirche in Wien, in: Berichte und Mitteilungen des Alterthums-Vereines zu Wien 50 (1918) 1–21.

Neuzugang bei den Inkunabeln und Alten Drucken im Stift Heiligenkreuz: Missale Augustense aus dem 16. Jahrhundert

MiRKO -

Pfarrer i. R. Willi Heinrich Knapp schenkte dem Stift Heiligenkreuz einen Druck aus dem Jahr 1555. Für Heiligenkreuzer Sammlung „Inkunabeln und Alte Drucke“ stellte Werk der Druckerei Sebald Mayer in Dillingen eine wertvolle Bereicherung dar. Die Holzschnitten stammen von Matthias Gerung. Pfarrer Knapp wurde wurde 1964 im Dom zu Mainz zum Priester geweiht und war in verschiedenen Pfarren tätig. Ab 1994 war er Landespolizeidekan in Hessen. 1980 erwarb er in einem Antiquariat dieses Messbuch.

Das Messbuch entstand im Auftrag des Augsburger Bischofs Otto Kardinal Truchseß von Waldburg zur Zeit der katholischen Reform in Deutschland.

Die Druckerei Sebald Mayer war bekannt für die hohe Qualität: besonders hervorgehoben werden bei den Arbeiten dieser Druckerei die geschmackvolle Gestaltung, die übersichtliche Gliederung und der saubere und klare Druck. Das Missale aus 1555 ist drucktechnisch eine der bedeutendsten  Arbeiten der Druckerei Mayer, auch in künstlerischer Hinsicht wertvoll durch die Holzschnitte von Matthias Gerung.

Eine Besonderheit des Exemplars, das sich nun im Stift Heiligenkreuz befindet, ist eine Widmung am Innendeckspiegel mit den Wappen des Caspar von Berndorff zu Pähl und Steinbach (zwei schreitende Bären auf Goldgrund und zwei  Zangen auf rotem Grund) und seiner Ehefrau Anna von Berndorf, geborene Anna von Gumppenberg (Schrägbalken in Silber auf rotem Grund verziert mit grünen Seeblättern).

Das von einem illusionistischen Rahmen umgebene Blatt zeigt unter der Jahreszahl 1591 zwei große farbige Wappen. Links steht das Wappen des Caspar von Berndorff zu Pähl und Steinbach, rechts das Wappen seiner Ehefrau Anna von Berndorf, geborene Anna von Gumppenberg. Beide Wappen finden sich auch auf der  Grabplatte der Ehegatten in der Pfarrkirche St. Laurentius in Pähl (Oberbayern). Der 1589 gestorbene Caspar von Berndorff war Kammermeister am Münchner Hof.

Die Widmung im Heiligenkreuzer Missale gibt nun Auskunft über das weitere Leben der Anna von Berndorf. Zwei Jahre nach dem Tod Ihres Ehemanns wohnte die Witwe „im fürstlichen panmarkht zu Diessen“ (Dießen am Ammersee in Oberbayern). Dort vermachte sie am 25. April 1591 das Missale dem „gotzhaus zum gotsakher“ (wohl die Friedhofskirche St. Johann). In der stark fehlerhaften Grabinschrift in Pähl wird Annas Sterbejahr mit 1692, wahrscheinlich richtig 1592, angegeben. Ihr Sterbeort wird mit dem in der Edition der Inschriften der Pfarrkirche Pähl nicht lokalisierten „Bairdtisten(n)“ ausgewiesen. Dabei könnte es sich um eine verballhornte Form von „Bayerdießen“ handeln, einer alten Bezeichnung für Dießen am Ammersee.

Eigenartiger Weise fehlt in dem Messbuch der Text des Kanons. Jedenfalls ist es eine Bereicherung für die Sammlung historischer Messbücher in Stift Heiligenkreuz, in der es sich sonst zumeist um Ausgaben des Missale Cisterciense oder um römische Messbücher handelt.

Außerdem ist das Messbuch durch die Informationen im Widmungstext eine Quelle für die bayrische Landesgeschichte.

Gedruckter Artikel
Moses Hamm, Ein Augsburger Messbuch von 1555, in: Sancta Crux 77 (2016) 72-76.

Edition der Grabinschrift:

Die Inschriften des Landkreises Weilheim-Schongau. Gesammelt und bearbeitet von Manfred Merk (Die Deutschen Inschriften Bd. 84, Wiesbaden 2012) Nr. 194. Dort findet sich auch weiterführende Literatur zu den Personen.

Bibliotheksnachweise

Beitrag von P. Roman Nägele, Stift Heiligenkreuz

Verzeichniss der naturhistorischen Sammlungen im Herzogl. Gymnasium zu Coburg

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Verzeichniss der naturhistorischen Sammlungen im Herzogl. Gymnasium zu Coburg. Landesbibliothek Coburg, Sign. Ms Cas 106. Titelblatt

Die Landesbibliothek Coburg hat digitalisiert:

Verzeichniss der naturhistorischen Sammlungen im Herzogl. Gymnasium zu Coburg, 1818 erstellt von Johann Christoph Matthias Reinecke.

Link zum Digitalisat

Das handschriftliche Verzeichnis1  stammt aus der Bibliothek des Casimirianums in Coburg, die sich seit 1953   in der dortigen Landesbibliothek befindet. 2 Reinecke (1768 – 1818), Gelehrter und Kartograph, war ab 1808 Direktor des Gymnasiums.

Tiere (Digitalisat 13)

Die auf fast 400 Seiten im Folioformat engmaschig aufgelisteten Anschauungsmaterialien für die Naturkunde  umfassen Objekte zu den Tieren,  den Pflanzen, zu Mineralien, dazu auch Versteinerungen. Das weiße Fell eines Maulwurfs (digit.13, 77) konnte dem staunenden Nachwuchs ebenso gezeigt werden wie der Panzer eines Gürteltiers (digit. 13, 76). Mergel kommt gleich in zahlreichen Varianten vor, gelistet auf zwei Seiten (digit 364/365).  Zahlreiche Abdrücke. häufig nur in Fragmenten, repräsentieren die Urzeiten, wie zum Beispiel das „Fragment eines Abdrucks in Flötzkalk, mit blauen Schuppen-Resten” (digit.  380, 5)

Die Naturkunde gehörte seit dem ausgehenden Barock zum festen Kanon des Unterrichts in den akademischen Gymnasien und diente im Zuge der Aufklärung und der enzyklopädischen Erfassung der Welt sowohl der Lehre als auch der Fortbildung der Professoren. Bilder – in der Regel Drucke – waren rar und teuer; anschaulich wurde die Welt dennoch in den Sammlungen zahlreicher sowohl exotischer Objekte  als auch solcher der unmittelbaren Umgebung. Da diese Sammlungen heute kaum erhalten sind, geben Listen wie diese einen wertvollen Einblick in die Forschung und die Lehre seit der Frühen Neuzeit.

Anmerkungen
  1. Mit Dank an Klaus Graf für den Hinweis auf dieses Verzeichnis
  2. Fabian Handbuch der historischen Buchbestände: [Coburg] Landesbibliothek, 1.11

„Schul-Schätzchen fürs Stadtarchiv“

Gymnasialbibliotheken und -archive -

RP online berichtet unter oben genanntem Titel am 20. Januar 2018 aus Krefeld:

Das Gymnasium am Moltkeplatz hat seine schulhistorisch wertvollen Unterlagen ans Stadtarchiv übergeben. Die Sammlung umfasst 2641 Verzeichnungseinheiten und ist in über 100 Kartons gelagert – eine Länge von 34 Metern. […]

Gefunden bei Archivalia: Das Gymnasium am Moltkeplatz hat seine schulhistorisch wertvollen Unterlagen ans Stadtarchiv Krefeld übergeben

Wer singt, betet doppelt

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Musik war immer schon Teil des Betens und Feierns. Die qualitätvolle musikalische Gestaltung der Chorzeiten und der Gottesdienste hat besonders in Österreichs Stiften eine große Tradition. Daher sind auch ihre Musikarchive besonders reich und kostbar. Der Erforschung der klösterlichen Musiksammlungen in Niederösterreich widmet sich nun ein Projekt an der Donau-Universität in Krems.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenAus Archiven, Bibliotheken und SammlungenMusikarchive

Korrigieren, polieren, perfektionieren

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Für Ordensleute und Priester mit fortgeschrittenen Sprachkenntnissen bietet das Kardinal König Haus (Programmbereich Ordensentwicklung) heuer erstmals einen Sommerkurs an.
Die österreichischen Ordensgemeinschaften und Diözesen sind in den vergangenen Jahren bunter geworden. Immer häufiger nehmen Ordensleute und Priester aus dem Ausland die „Missionsbestimmung Österreich“ als Herausforderung auf sich. Sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch erleichtern die Inkulturation und Beheimatung hierzulande.

Kategorien: VeranstaltungshinweiseTerminvorschau

Jahrestagung der Ordensarchive

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Schon zum vierten Mal findet 2018 eine gemeinsame Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ordensarchive (AGOA) und der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Ordensarchive statt. Heuer sind die deutschen KollegInnen Gastgeber - die Tagung wird von 9. bis 11. April 2018 im Exerzitienhaus Schloss Fürstenried am Stadtrand von München stattfinden. Die Themenvielfalt der Vorträge ist groß: Es wird um Archivierung von privaten Unterlagen, um die Frage von Onlinepräsenz von Ordensarchiven und um Urheberrechtsfragen gehen. Die Exkursion geht in das Barockloster Benediktbeuern.

Kategorien: TermineVorschauArchive

Monumento - Auftaktveranstaltung zum Europäischen Kulturerbejahr 2018

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Von 11.-13. Jänner 2018 war es wieder soweit. Alle zwei Jahre öffnet die Monumento in Salzburg ihre Pforten. Die internationale Fachmesse für Denkmal- und Kulturpflege, Restaurierung und Konservierung dient als Plattform für Networking und bietet Experten sowie Laien einen dienlichen Wissensaustausch. Anlässlich des internationalen Kulturerbejahres 2018 ist die Fachmesse unter das Motto „Sharing Heritage“ gestellt worden, das für den Wert und das Teilen des kulturellen Erbes steht.

Kategorien: VeranstaltungshinweiseRückblickDenkmalschutz

Otto Mauer-Preisträger bei Jesuiten ausgestellt

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Vor wenigen Tagen eröffnete das JesuitenFoyer die Ausstellung des Otto-Mauer-Preisträgers 2017 Toni Schmale. Seine massiven, schwergewichtigen und meist monumental anmutenden Skulpturen formulieren eine Kritik an den bestehenden sozialen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Ihr Werk hinterfragt stereotype Geschlechterkonstruktionen und Zuschreibungen. Die Schau ist noch bis Ende Jänner im JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien, zu sehen.

Kategorien: AusstellungenKunst

Kongregation der Sisters of Charity - Schwestern der Nächstenliebe

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Adresse: 

Carl Moreau-Straße 11
7000 Eisenstadt

Die Kongregation wurde im Jahr 1944 vom indischen Priester Augustine John Ukken (1880-1956) gegründet. Das erste Mutterhaus war in Chowannur in der Nähe der Stadt Kunnamkularn im Bezirk Kerala, der heutige Sitz der Generalleitung der Gemeinschaft, die 1995 päpstlich approbiert wurde, befindet sich in Kolazhy (Thrissur, Kerala). Der Orden wirkt in 19 Diözesen weltweit, nach Österreich kamen die Schwestern 2012. Sie arbeiten im Spital der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt.

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