Külföldi egyházi levéltári hírek

P. Rainer Schraml OCist. (1943-2017)

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

In memoriam Mag. P. Rainer Ferdinand Schraml, Zisterzienser von Wilhering, Gymnasialprofessor i. R., Stiftsarchivar.
Geboren am 3. Februar 1943 als Sohn eines Bäckers, besuchte er die Volksschule in seinem Heimatort Zwettl an der Rodl und anschließend das Stiftsgymnasium Wilhering. 1961 trat er in das Zisterzienserkloster Wilhering ein. Nach dem Theologiestudium in Innsbruck wurde er 1967 zum Priester geweiht. Es folgte das Lehramtsstudium in Wien. Von 1973 bis zu seiner Pensionierung 2005 unterrichtete er am Stiftsgymnasium Wilhering die Fächer Deutsch und Geschichte.

Alte Schulmöbel gesucht

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Für die Einrichtung eines Museumsraumes werden folgende Gegenstände aus der Zeit um 1900 gesucht:
- 1 Schulbank (idealerweise Tisch mit Bank verbunden)
- 1 Schultafel
- 1 Lehrertisch mit Sessel
- Schulutensilien - wie Holzfederschachtel, Täfelchen mit Schwamm, Griffel.

Kontaktdaten:
Sr. Beata Maria PIJ
+43 664 415 74 35
beatamaria@pij-at.org

Kategorien: Schwarzes Brett

Pennäler Mommsen

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Theodor Mommsen, 1848 (Quelle)

 

Theodor Mommsen (1817-1903), 1902 erster deutscher Träger des Literaturnobelpreises, wurde gestern verschiedentlich bejubelt: Man feierte 200 Jahre seines Geburtstags, er wurde an einem 30. November  geboren in Garding im Herzogtum Schleswig.

Wie andere Jungs musste er zur Schule.  Die Matrikel des Christianeums in der damals noch holsteinischen Stadt Altona (heute ein Bezirk von Hamburg) verzeichnen ihn unter der Nummer 1014 und belegen darin den Besuch der Selecta der Anstalt von 1835 bis 1838, zusammen mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder Tycho (Matrikel-Nummer 1015)

Wenn nun passend zum Jubeltage vermeldet wird, dass auf der anderen Seite des Atlantiks die Nobelpreismedaille Mommsens unter den  Versteigerungshammer kommt, dann fragt man sich, ob man  in einem Schularchiv gehütetes Handschriftliches zweier Mommsen-Pennäler nicht besser im Dunkeln beließe.  So oder so: ob Säure- oder Dollarfraß – irgendetwas giert immer…

Notfallplanung im Archiv

Archiv des Schottenstifts -

Eine der wichtigsten Aufgaben eines Archivs ist die Erhaltung seiner Bestände. Um diese auch im Archiv des Schottenstifts umfassend zu gewährleisten, sind eine ganze Reihe bestandserhaltender Maßnahmen notwendig – von entsprechenden Verpackungsarbeiten, Restaurierungen und Konservierungen haben wir im Blog in der Vergangenheit ja bereits immer wieder berichtet. Seit diesem Jahr verfügt das Archiv nun auch über eine Notfallmappe sowie eine auf diese abgestimmte, gut gefüllte Notfallbox!

Die Notfallmappe liegt im Archivbüro und im Kammeramt auf und dient in vielfältiger Weise als Anleitung zur Bewältigung eines eingetretenen Schadensereignisses – am wahrscheinlichsten eines Wasserschadens, hervorgerufen durch einen Rohrbruch oder durch Löschwasser. In der Mappe enthalten sind zunächst ein Alarmplan und eine Handlungsanweisung für die Erstreaktion, um im Moment der Entdeckung eines Notfalls rasch gezielte erste Schritte zur Rettung einleiten zu können. Weiters finden sich darin Informationen zum Umgang mit den beschädigten Beständen und zu konservatorischen Sofortmaßnahmen sowie mehrere Orientierungs- und Lagepläne. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Notfallmappe ist eine Prioritätenliste zur Notbergung – für den Fall, dass beispielsweise bei einem übergreifenden Brand noch Zeit sein sollte, für das Gedächtnis des Hauses besonders wichtige Stücke ohne Personengefährdung zu evakuieren. Hierfür wurden auch drei spezielle Evakuierungsboxen angeschafft, die immer einsatzbereit sind. Ein Infoblatt mit den Kontaktdaten von wichtigen Dienstleistern und Nachkaufmöglichkeiten von Materialien sowie eine Telefonliste schließen die Notfallmappe ab.

Ein wesentlicher Faktor bei der erfolgreichen Notfallbewältigung ist die Zeit: Nach einem Wasserschaden droht nach spätestens 72 Stunden die Gefahr der Schimmelbildung und damit die fortschreitende Zerstörung der betroffenen Unterlagen. Der beste Notfallplan ist also sinnlos, wenn mit der Umsetzung der darin beschriebenen Maßnahmen aufgrund fehlender Materialien erst nach Tagen begonnen werden kann. Um sofort mit der Rettung anfangen zu können, steht mit der Notfallbox daher ein Grundstock an benötigten Materialien (Stretchfolien, Mullbinden, Löschkarton u. v. m.) bereit. Darüber hinaus enthalten sind etwa auch Schutzausrüstung (Handschuhe, Atemschutzmasken, Schutzbrillen), einige Werkzeuge sowie eine batteriebetriebene Lampe und Knicklichter zur Notbeleuchtung.

Trotz des geleisteten Arbeits- und Kostenaufwands steht am Ende unserer Notfallplanung natürlich ein großer Wunsch: Dass Notfallmappe und Notfallbox nie wirklich in einem Ernstfall benötigt werden mögen!

Salesiannerinnen beenden Jubiläumsjahr

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Mit einem spirituellen Nachmittag, einer feierlichen Vesper und einem Festgottesdienst beschlossen die Salesianerinnen am 18./19. November 2017 das Jubiläumsjahr 300 Jahre Wiener Heimsuchungskloster. Anlässlich des Jubiläums ist heuer ein Buch über die Salesianerinnen, ihre Geschichte und ihr kulturelles Erbe erschienen. Eine der Autorinnen, Frau Eva Voglhauber, eine Mitarbeiterin in den Diözesankonservatoraten in St.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenJubiläen

Wir beraten und helfen …

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

… bei der Schätzung, Ordnung und Inventarisierung der KulturWerte in Klöstern und
Orden sowie bei der Suche von Fachpersonal.
… bei einer bevorstehenden Auflösung von Ordenshäusern und der Weitervermittlung von
liturgischen und anderen Gegenständen.
… bei Renovierungen und Neugestaltungen von Kapellen und liturgischen Orten.
… bei Restaurierungen und bei Maßnahmen für die richtige Lagerung und Pflege.
… bei der Erarbeitung von Pastoralkonzepten, damit KulturWerte zum Zeugnis
für Ordens- und Glaubensleben werden.

Kategorien: Wir über unsReferat für die Kulturgüter der Orden

"Wenn Du es begriffen hast, ist es nicht Gott" (Augustinus)

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Dem Thema moderne Kunst und Kirche widmete sich der Arbeitskreis für die Inventarisation und Pflege des kirchlichen Kunstgutes bei seiner 26. Jahrestagung am 16./17. November 2017 in Wien. 70-80 TeilnehmerInnen aus deutschen und österreichischen Diözesankonservatoraten waren gekommen. Auch das Referat für die Kulturgüter der Orden war als Mitglied des Arbeitskreises vertreten.

Kategorien: RückblickKunst

Zisterzienserpriorat Neukloster zeigt Sammlung

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Der Prior von Neukloster und Stadtpfarrer von Wiener Neustadt, P. Walter Ludwig OCist., führte am 17. November 2017 gemeinsam mit Anna Wilk (Hochschule für Angewandte Kunst) eine kleine Gruppe des Internationalen Instituts für Konservierung historischer und künstlerischer Werke (IIC Austria) durch die neue Schausammlung. Seit 2014 wurden dort im Rahmen eines Projektes 4.700 Objekte konserviert und restauriert, inventarisiert und ein Teil in neu adaptierten Schauräumen aufgestellt.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenAus Archiven, Bibliotheken und Sammlungen

Töchter der göttlichen Liebe eröffnen Jubiläumsjahr

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Auf eine 150jährige Tradition blicken die Töchter der göttlichen Liebe zurück. Aus den bescheidenen Anfängen im Jahr 1868 in einer kleinen Wiener Mietwohnung hat sich ein international tätiger Frauenorden entwickelt. Am 21. November 2017, am Tag Mariä Opferung, dem Gründungstag, wurde das Jubiläumsjahr eröffnet.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenJubiläen

Ordensjubiläen 2018

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Wenn eine Ordensgemeinschaft einen runden Geburtstag hat, dann ist das Anlass zum Feiern. Auf die längste Tradition können 2018 die Trinitarier zurückblicken: Der Orden der Allerheiligsten Dreifaltigkeit von der Befreiung der Gefangenen wurde von Johannes von Matha in Frankreich gegründet und vor 825 Jahren, am 17. Dezember 1198, von Papst Innozenz III. anerkannt. Die ersten Trinitarier („Weißspanier“) kamen nach der zweiten Belagerung Wiens durch die Osmanen 1687 nach Wien, wurden unter Kaiser Joseph II. aufgehoben und kehrten erst Anfang des 20.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenJubiläen

Abschluss der Neuaufstellung der Handschriftensammlung

Archiv des Schottenstifts -

Über das seit 2014 laufende Unterfangen der Ausstattung der gesamten Handschriften- und Inkunabelsammlung mit Buchschuhen und -schubern wurde im Blog in den letzten Jahren bereits zweimal berichtet (siehe Buchschuhe für die Handschriften und Neuaufstellung der Inkunabeln). Im Dezember 2016 konnte das Projekt mit der Verpackung der neuzeitlichen Handschriften fast abgeschlossen werden – „fast“ deshalb, weil einzelne Regalbretter der historischen Bücherschrankwand noch angepasst werden mussten. Leider werden gerade die kleinen Erledigungen oftmals auf die lange Bank geschoben – so auch in diesem Fall. Mit einigen Monaten Verzögerung wurde dieser letzte Arbeitsschritt vor einiger Zeit schließlich auch noch durchgeführt, doch sind wir bislang an dieser Stelle ein kurzes Resümee weiterhin schuldig geblieben. Dies soll nun nachgeholt werden.

Die neuzeitlichen Handschriften hatten den Vorteil, dass bei Weitem nicht alle besonderer Schutzmaßnahmen bedurften. Jene fest gebundenen Handschriften ohne Einbandbesonderheiten wurden wie ganz normale Bücher in Bibliotheken ohne spezielle Schutzverpackung belassen. Zahlreiche dünne Bände hingegen teilen sich nun jeweils einen Buchschuh oder -schuber, welche hierbei weniger das Aneinanderreiben verhindern, sondern mehr der Standfestigkeit dienen sollen. Durchgehend wurden jedoch auch hier die Regalbretter mit Unterlagen aus säurefreiem Archivkarton ausgelegt.

Insgesamt wurden von 2014 bis 2016 für dieses Projekt ca. 650 Buchschuhe aus säurefreiem Archivkarton und ca. 170 Schuber aus säurefreier Wellpappe angeschafft. Mit dem Ergebnis sind wir jedenfalls sowohl in konservatorischer wie auch in ästhetischer Hinsicht sehr zufrieden.

 

Stiftsarchiv St. Florian erhält Brucknerbrief geschenkt

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Anton Bruckner war dem Augustiner-Chorherrenstift Zeit seines Lebens sehr verbunden, und auch seine letzte Ruhestätte hat der Komponist hier gefunden. Im Stift wird sein Andenken gepflegt. Umso mehr freut man sich jetzt über ein besonderes Geschenk an das Stift: einen Orginalbrief, den Bruckner am 21. August 1887 in St. Florian an Marie Richter, die Gattin des Dirigenten Hans Richter geschrieben hat. Hans Richter hatte die Vierte und die Achte Sinfonie Bruckners uraufgeführt.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenAus Archiven, Bibliotheken und Sammlungen

Ausstellung „Gemachte Bilder“ in Zürich

Archiv des Schottenstifts -

Mit westlichen Darstellungen islamischer Ordensleute, meist unter dem Begriff „Derwisch“ zusammengefasst, sowie mit der Vielfalt dieser religiösen Grenzgänger und Gottesleute beschäftigt sich die Ausstellung „Gemachte Bilder – Derwische als Orient-Chiffre und Faszinosum“, welche von 22. Oktober 2017 bis 28. Jänner 2018 im Völkerkundemuseum der Universität Zürich zu sehen ist.

Als Leihgabe dort ausgestellt ist auch Cod. 647 (Hübl 442) des Schottenstifts, welcher Salomon Schweiggers „Constantinopolische und Jerusalemische Raisbeschreibungen“ (1592) enthält. In der Vitrine aufgeschlagen ist eine Doppelseite mit kolorierter Federzeichnung, die verschiedene Türckische Ordensleut zeigt. Das Werk des schwäbischen evangelischen Pfarrers Schweigger wurde 1608 gedruckt.

Cod. 647 (Hübl 442)
Salomon Schweigger: Constantinopolische und Jerusalemische Raisbeschreibungen (1592)

Zur Ausstellung ist auch eine Begleitpublikation von Andreas Isler und Paola von Wyss-Giacosa erschienen, die über das Völkerkundemuseum bestellt werden kann.

> > > Webseite der Ausstellung

 

Kulturerberettung im Bräustüberl

Referat für die Kulturgüter der Orden in Österreich -

Das Müllner Bräustübl  ist eine Salzburger Institution und bei Einheimischen wie bei Touristen gleichermaßen beliebt. Im Jahr 2017 hat der Betreiber, die Benediktinerabtei Michaelbeuern, ein Salzburger Kulturerbe gerettet, indem es im Bräustübl wiederverwendet wurde. Es ist die Rede von der Ausstattung des sogenannten Marmorsaals im Salzburger Bahnhofsrestaurant, der 2009 bei der Erneuerung des Bahnhofs abgetragen wurde. Mit dem Einbau in einen neuen, 160 Quadratmeter großen Saal im bisherigen Innenhof des Augustiner Bräu fanden die prachtvollen Materalien eine passende Verwendung.

Kategorien: Nachrichten aus den OrdenAus Archiven, Bibliotheken und Sammlungen

Oldalak

Feliratkozás Magyarországi Egyházi Levéltárosok Egyesülete hírolvasó - Külföldi egyházi levéltári hírek csatornájára