Hírolvasó

Luther-szobrot avattak Piliscsabán

Evangélikus portál -

Piliscsaba – Ünnepi istentiszteletre és szoboravatásra gyűltek össze Szent Márton napján a Piliscsabai Evangélikus Egyházközség hívei. Luther Márton születése másnapján részesült a szent keresztségben, a szombathelyi születésű Tours-i Szent Márton napján, így a Márton nevet kapta.

A lelkészi hivatás útjai – A bajor–magyar konzultációról

Evangélikus portál -

Budapest – Révfülöp – A Bajorországi Evangélikus Egyház képviselői és a Magyarországi Evangélikus Egyház vezetői több mint negyed évszázados testvérkapcsolatuk révén rendszeresen tartanak konzultációkat. A lelkészi hivatás útjai – Késői elhívás, világi szolgatársak, laikus prédikátorok, egyházzenészek címmel zajlott idén az őszi program Budapesten és Révfülöpön november 8. és 10. között.

1918: Ein hübscher Anfang!

Archiv des Schottenstifts -

Österreich feiert 2018 den 100. Jahrestag der Ausrufung der Republik: Am 12. November 1918 wurde von der Rampe des Parlaments in Wien aus die Republik Deutschösterreich (ab 1919: Republik Österreich) proklamiert.

Diesem Akt ging in den letzten Tagen des für die Habsburger verlorenen Ersten Weltkriegs (1914–1918) der Zerfall der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und die Entstehung neuer Nationalstaaten voraus. So kam es am 21. Oktober 1918 auch zur Konstituierung der Provisorischen National­versammlung für die deutsch­sprachigen Gebiete der cisleithanischen Reichshälfte der Habsburger­monarchie.

Aus Anlass des Republikjubiläums widmet sich derzeit eine kleine Themenschau im Museum im Schottenstift den Umbrüchen von 1918, und zwar anhand der damaligen Stiftschronik des Schottenstifts. Die sich überschlagenden Ereignisse und die chaotischen Zustände des Herbstes 1918 haben nämlich auch ihren Niederschlag in der tagebuchartig geführten Chronik gefunden. Stiftsarchivar P. Albert Hübl (1867–1931) hatte erst Anfang September die Aufgabe des Chronisten über­nommen und man erkennt sehr gut, wie er schnell in diese Rolle hinein­wachsen musste. Handelt es sich bei seinen ersten Tages­einträgen – ganz in jahrhundertealter Tradition – vor allem um Bemer­kungen zum Wetter und um Vermerke einzelner Begebenheiten des Klosteralltags, so doku­mentieren die immer ausführlicher werdenden Notizen zunehmend auch das gesellschaftliche und politische Geschehen.

Der Schreiber scheint einer gewissen Neutralität verpflichtet, handelt es sich doch um eine allgemeine institutionelle Chronik und nicht um sein privates Tagebuch. Zwischen den Zeilen immerhin offenbar werden seine Sorge ob des aufkeimenden Antiklerikalismus, aber auch ein für die Zeit typischer latenter Antisemitismus. Ob Hübl eine monarchistische oder republikanische Gesinnung hat, lässt sich hier schwer erkennen. Skepsis wird jedoch zumindest beim Eintrag zur Ausrufung der Republik und den folgenden Tumulten am 12. November, bei denen es auch zu Todesfällen kam, anhand einer seiner seltenen persönlichen Bemerkungen sichtbar: „Ein hübscher Anfang!“. 

Einige Passagen aus der Chronik seien auszugsweise auch an dieser Stelle präsentiert.

Aus der Stiftschronik des Schottenstifts September 1918

11. Sep. Mittwoch
Ministerpräsident Hussareks Rede an die deutschen Journalisten über den öster­reichischen Staatsgedanken.1

15. Sep. Sonntag
10°. Endlich schöner Tag. Vorschlag Österreich-Ungarns zu einer unverbindlichen ver­traulichen Delegiertenkonferenz über die Friedens­voraussetzungen. Amerika antwortet ablehnend innerhalb 30 Minuten. Der Lehrkörper rückt vollzählig ein.

17. Sep. Dienstag
9°. Vollkommen heiter. Große Explosion in Wöllersdorf. Über 400 Tote.2

18. Sep. Mittwoch
8°. Heiter. Der Herr Prälat hält das hl. Geistamt. Darnach Ansprache der Exhortatoren in der 1. und 8. Klasse. Erste Konferenz. Landesarchivar Mayer feiert den 80. Geburtstag, zuerst Schüler des Gymnasiums und Lehrer des Prälaten Leopold, ist in treuester Freundschaft mit dem Stifte verbunden.3

19. Sep. Donnerstag
8° steigert sich bis 25°. Abends etwas Regen. Pfarrer Konstantin über Mittag hier.4

20. Sep. Freitag
Trüber Tag, ganz Herbst. In Salzburg Demonstrationen.

Stiftschronik, 24.–27. September 1918

24. Sep. Dienstag
Warm und trüb. In der Schule breitet sich die spanische Krankheit aus.

25. Sep. Mittwoch
Schönstes Herbstwetter. Fr. Joseph, der eben die Exerzitien für die Profess begonnen hat, erkrankt an Influenza. P. Max zu Gast.5

27. Sep. Freitag
Schön, gegen Abend Trübung. 3. und 5. Klasse [Anm.: des Schottengymnasiums] wegen der „spanischen Grippe“ gesperrt.

28. Sep. Samstag
Trüb, dann warm. Die Bulgaren bitten um Waffenstillstand wegen Frieden. Malinow der Ministerpräsident ententefreundlich.6

29. Sep. Sonntag
Herrliches Herbstwetter. 10° 7 Uhr morgens. Fr. Joseph Amand macht die Profess. Nur Frühstück, keine Tafel. Fr. Josephs Befinden verschlimmert sich.7

30. Sep. Montag
Schön. 9°. Pfarrer P. Friedrich zu Gaste. Fr. Joseph hat schwere Lungen­entzündung, geht in Krankenstand. Herr [Anm.: Lücke] kommt als Gast für das Studienjahr. Er studiert Theologie an der Universität, um die eine Lehrkanzel in St. Florian zu übernehmen. Die 3. Klasse muss wieder heimgeschickt werden.8

Oktober 1918

2. Okt. Mittwoch
Sehr kalt. Stürmisch. Schwerer Wind. Fr. Amand Lungen­entzündung. P. Klemens geht es besser. 1 Diener im Spital. Die spanische Krankheit brütet noch. Viele Todesfälle an Lungenentzündung, namentlich jüngere Leute ergreift sie zahlreich und mit Vehemenz. P. Friedrich Fiedler von Admont für heute und morgen Gast. Im Gsause hat es bereits geschneit bei Hieflau.9

3. Okt. Donnerstag
Anfangs schön aber sehr kalt, dann regnerisch. Der 1. Reif in der Umgebung Wiens. Der dies schreibt, liegt heute auch, obwohl er „keiner von den jüngeren Leuten ist“ (siehe oben). Ein Schüler ist gestorben. Die 6. Klasse wird geschlossen. König von Bulgarien dankt ab.10

4. Okt. Freitag
3°. Schlechtestes Wetter. Fr. Josef und Fr. Amand erscheinen gerettet. In der Kirche 5 Fälle, auch unter den Dienern wieder mehrere. Auf der Sophienalpe hat es geschneit!11

Stiftschronik, 6.–8. Oktober 1918

6. Okt. Sonntag
Aber Schöner Tag, wenn auch etwas frisch, aber vollkommen windstill. Abends 6 Uhr Kriegsandacht auf Befehl des Kardinals. Es soll in den Marienkirchen Wiens abwechselnd gepredigt werden über das dortige Marienbild. 6 Uhr war Pontifikalsegen, dann die Predigt von P. Wenzl über unsere Gnadenmutter. Es wäre zu wünschen, daß dieses in früherer Zeit so viel verehrte Gnadenbild wieder in Ansehen käme! Die Kirche war gesteckt voll. Erzherzogin Maria Josefa wohnte dem Segen bei. Der eine schwer erkrankte Diener ist gestorben. Antrag eines Waffenstillstands an Wilson.12

7. Okt. Montag
Schön. 5°. 9 Uhr Requiem für den verstorbenen Schüler Grünhut der V. Klasse, danach wird das Gymnasium gesperrt, da ein Drittel der Schüler erkrankt sind. Die Seuche fordert immer mehr Opfer.13

8. Okt. Dienstag
Vormittag schön, nachmittags Regen. Tramwaystreik. Rede des Minister­präsidenten über das Selbstbestimmungsrecht der österreichischen Völker. Unterdessen hat sich auch in Deutschland ein vollkommener Systemwechsel vollzogen nach dem kaiserlichen Reskript vom 30. Sept., einem der wichtigsten Tage für die neuere Gestaltung Deutsch­lands. Hertling hat abgedankt und Prinz Max von Baden tritt an die Spitze der parlamen­tarischen Regierung Deutschlands. Pfarrer Max mittags zu Gast.14

12. Okt. Samstag
Anfangs trüb und Regen, dann Ausheiterung. Weckerle spricht, daß das Verhältnis Ungarns zu Österreich ein anderes geworden ist, da Österreich ein anderes wird.15

14. Okt. Montag
Trüb. Demonstrationsstreik in Prag angeblich wegen Einfuhr von Kohle und Nahrungsmittel aus Böhmen. Kleine Versuche, eine Republik auszurufen. Weinlese in Enzersdorf.16

16. Okt. Mittwoch
Halbwegs schöner Tag. Hussarek, der Ministerpräsident, verspricht ein Manifest über das Selbstbestimmungsrecht der Völker Österreichs. Weckerle in Ungarn erklärt, da die Verhältnisse in Österreich sich geändert haben, der Dualismus erloschen sei.17

Stiftschronik, 17.–18. Oktober 1918

17. Okt. Donnerstag
Wechselnd bewölkt, ziemlich warm. Um 6 Uhr abends erscheint durch Extra­ausgaben der Wiener Zeitung das kaiserliche Manifest über die Umänderung Österreichs in einen Bundesstaat. Czechen und Südslaven haben schon gestern protestiert.

18. Okt. Freitag
Vormittags Ausheiterung, nachmittags Nebel, abends Regengüsse. Die Rumänen verlangen Ungarn gegenüber Selbstbestimmung. Die Schulferien bis 5. Nov. wegen der Grippe verlängert.

19. Okt. Samstag
Vormittags Regen, nachmittags Ausheiterung. Wie den ganzen Tage über ziemlich warm 10–14° zu Mittag. Die Weinlese in Enzersdorf, die seit Montag dauerte, ist beendet. Quantität befriedigend. Fr. Amand und Josef erscheinen nach ihrer Krankheit zum erstenmal im Refektorium. Die Czechen erklären, daß sie von Wien nichts wissen wollen, sie halten alles den internationalen Abmachungen bevor.18

20. Okt. Sonntag
Vormittags schönster blauer Himmel, Nachmittag Trübung. Kino und Theater werden auf 3 Tage geschlossen. Vom 6.–12. Okt. waren nach Bericht des Stadt­physikus Böhm 1735 Todesfälle, davon 814 Lungenentzündungen, also Grippe. Die Ernährungs­schwierig­keiten gehen immer weiter, da Ungarn, Böhmen und Polen jede Anfuhren sperren. Die Fettkarte wird mit 2 Deka per Woche honoriert. Ein schöner Winterrock kostet 3000 Kronen, ein Sakkoanzug ca. 1800 Kronen, Schuhe bis 600 Kronen, 1 Liter Luttenberger 20 Kronen.19

21. Okt. Montag
Schönstes warmes Herbstwetter. Die Fr. Amand und Josef gehen auf Ferien. Wilsons brutale Note an Österreich, daß die 14 Punkte nicht aufrecht seien, da der tschechisch-slovakische Staat von der Entente als kriegsführender Staat anerkannt ist, daher der Präsident die „Autonomie“ nicht erkennt. Heute Constituierung des deutschen Nationalrates. Der jugo-slavische Nationalrat, der sich am Freitag constituierte, erklärte fordert die Vereinigung der Kroaten, Serben und Slovenen ohne Rücksicht auf die staatlichen oder provinzialen Grenzen. Jüdische Nationalversammlung wird einberufen. Ukrainischer Nationalrat bereits in Tätigkeit. Rumänen im Osten und in Ungarn fordern die Vereinigung, aber nicht mit dem Königreich Rumänien.20

Stiftschronik, 22. Oktober 1918

22. Okt. Dienstag
Tadellos schön! Gestern um 5 Uhr abends hat sich der deutsche Nationalrat konstituiert und wendet sich heute in einem Aufruf an das Volk, in welchem die Gründung des Staates Deutschösterreich verlautbart wird. Die Präsidenten sind: Dinghofer, Fink, Seitz. Die reichsdeutsche möglichst entgegenkommende Antwort an Wilson vom 21. Okt. wird promulgiert. Erklärung der bürgerlichen Czechen im Herrenhaus, daß auch die deutschen Teile (+ verdeutschten) Böhmens von ihnen beansprucht werden. Dagegen Protest des böhmischen Hochadels. Die Grippe scheint im Abflauen begriffen zu sein.21

23. Okt. Mittwoch
Schönster warmer Herbsttag. Aufruhr des Regimentes Jellachich in Fiume. Rücktritt Weckerle. Anmeldung des Selbstbestimmungsrechtes der Polen, Dänen und Elsässer im deutschen Reichstag. Der Kaiser geht nach Ungarn. Im Herrenhause Abschiedsreden vom alten Österreich.22

24. Okt. Donnerstag
Nebelig, mäßig warm. Eine neue Offensive der Italiener setzt ein, vorläufig ohne Erfolg. Wilson sendet eine Note nach Deutschland, daß er nur noch mit dem Volke verhandeln will. Burian tritt zurück, an seine Stelle Graf Andrassy. Kapitel de re oeconomica.23

26. Okt. Samstag
Vormittags Regen, abends Ausheiterung. Mäßig warm. Abreise von Abgeordneten des Nationalrates nach Deutschland, um Lebensmittel zu erbitten. Banken und Sparkassen haben wenig Bargeld, da die Leute aus Angst Bargeld hamstern. Daher lässt die Gemeinde Wien 50 Mill. Notgeld drucken, gültig bis Ende Feb. 1919.

27. Okt. Sonntag
Aprilwetter 7 Uhr 5°. Theater etc. seit Montag gesperrt. Heuer kein Allerseelen­verkehr nach dem Zentralfriedhof. Von 13–19. Okt. in Wien 2607 Todesfälle, darunter Influenza 908, an Lungenentzündung 560. Abends geht die Note Deutsch­lands an Wilson ab, daß infolge der großen Verfassungsänderungen in Deutschland die Friedens­verhandlungen von einer Volksregierung geführt werden. Ludendorff ist zurückgetreten, da jetzt auch die militärischen Gewalten dieser Regierung unterstellt worden sind. Ministerium Hussarek geht. An seiner Stelle Lammasch mit Hampe als Unterrichts­minister und Seipel als Minister für soziale Fürsorge. Konstituierung der tirolischen Nationalversammlung in Innsbruck.24

28. Okt. Montag
Halbwegs schönes, teilweise trübes Wetter. Absendung der Friedensnote durch Minister des Äußern Andrassy. Österreich-Ungarn erkennt die Worte Wilsons über Czechen und Jugoslaven an und ist bereit einen Separatfrieden zu schließen und sofortigen Waffen­stillstand. Der czechische Staat hat sich heute in Abwesenheit des Statthalters Coudenhove konstituiert und die Regierung übernommen unter großer friedlicher Demonstration. Der Adler überall herabgerissen. Als Geburtstag des czechischen Staates wird aber der 29. Okt. erklärt. In Pest wird etwas herumgeschossen. Karoly begründet einen Volks-Nationalrat gegenüber dem Ministerium.25

Stiftschronik, 29. Oktober 1918

29. Okt. Dienstag
Trüb und kühl, manchmal auch etwas ausheiternd. Verfassungs­entwurf des deutsch-österreichischen Staates. Provisorische National­versammlung mit einem Vollzugs­ausschuss, dem Staatsrat, der aus den 3 Präsidenten der Versammlung und 20 Mitgliedern und 20 Ersatz­männern besteht. Der Staatsrat führt die Geschäfte durch Beauftragte: die Staatsregierung. Diese arbeitet in den Staatsämtern, der Chef ist der Staatssekretär, vorläufig alles im Umfang der jetzigen Ministerien. Der czechische Staat wird durch den deutschen Generalkonsul begrüßt. Im Landhaus fand die Gründung Deutschösterreichs statt. Die Note Deutschösterreichs an Wilson wird festgestellt unter Hinweis auf Deutsch­böhmen. Proklamation des südslavischen Staates. Vereinigung von Kroatien, Slavonien, Dalmatien und Fiume. Unruhen im slovenischen Gebiet, Plünderungen, Attentate auf Eisenbahnen durch Deserteure. Das Agramer Kommando stellt sich in den Dienst der südslavischen Staaten. Graf Hadik ungarischer Minister­präsident. In Wien kleine Demonstration für den Frieden auf dem Ballplatz, ausgehend von den „Radikal­demokraten“.26

Stiftschronik, 30. Oktober 1918

30. Okt. Mittwoch
Regen, dann besser. Konstituierung des deutsch-österreichischen Staates. Der Staatsrat wird eingesetzt. Adler für Äußeres! 2 Sozialdemokraten, 5 Deutsch­nationale, 4 Christlich-soziale. Vormittag Demonstration der Hochschüler vor dem Parlament. Dr. Groß läßt die schwarzgelbe Fahne herunterholen. Nachmittag um 3 Uhr kamen deutschnationale Scharen und darauf Sozialdemokraten vor das Landhaus. Reden vom Balkon des Land­hauses. Den Offizien werden die Kokarden mit „K“ genommen oder sie legen sie selbst ab. Es wird für die Republik demonstriert, den ganzen Nachmittag bis Abend dauert die Bewegung an. Der Nationalrat tagt die Nacht hindurch. In dieser Nacht bemächtigt sich der Nationalrat Ungarns unter Führung Michael Karolys der hauptstädtlichsten Gebäude in Budapest. Der Kaiser ernennt Karoly zum Ministerpräsidenten. Gefechte zwischen Nationalratstruppen und Bosniaken. Zuseher werden verwundet.27

31. Okt. Donnerstag
Trübes Wetter. Nachmittags kleinere Demonstrationen, namentlich von halb­wüchsigen Burschen, die die Offiziere zwingen, die Kokarden abzunehmen. Die Adler bei den Hofleutnanten werden herabgenommen. Abends gescheiterter Versuch, eine rote Garde zu bilden. Kirchbach, der Wiener Kommandant, stellt sich dem Rat zur Verfügung. Kaiserliche Erlaubnis zum Eintritt in die österreichische Armee. Aufruf des Staatsrates an die Soldaten zur Ordnung. Verhandlungen mit den Soldaten wegen Bildung von Ordnungstruppen. Die Rückverlegung der Front in die Heimat hat begonnen. Gesuch an die Italiener um Waffenstillstand. Die Soldaten werden auf den neuen Staat vereidigt werden. Rotweißrot die Farbe Deutschösterreichs. Wappen wird bestimmt. – Eine englisch-amerikanische Flotte vor Triest. Die Engländer rücken in Laibach ein. [Korrektur:] Diese Nachricht war falsch. – In Ungarn verhältnismäßig ruhiger Tag. Trotzdem wird Tisza von Soldaten erschossen. – 200 Schwerverbrecher brechen aus Möllersdorf aus. Abends missglückter Versuch, die Schwerverbrecher aus der Rossauerkaserne loszulassen. Amnestie der politischen Verbrechen.28

November 1918 Stiftschronik, 1. November 1918

1. Nov. Freitag
Den ganzen Tag gießt es. Vormittags findet die Beeidigung der Soldaten für das deutschösterreichischen Heer stadt [sic!]. Auch die Polizei tritt in die Dienste des Staates. Nachmittags Zusammenstösse mit den Bildnern der roten Garde. Einer ihrer Redner spricht, man dürfe auch vor Blutvergießen nicht zurückschrecken. Der Staatsrat lehnt die Bildung separater Garden ab (in sehr milder Form!). Morgen Samstag solle die Vor­bereitung zur Bildung der Soldatenausscheine getroffen werden, am Samstag die Wahlen stattfinden. Der letzte Landmarschall Liechtenstein tritt zurück. Große Unruhen in Triest. Hilferuf Triests nach Venedig, Mannschaften zu entsenden. Die Viribus unitis, unser schönstes Schiff, wird von den Italienern in Pola torpediert. Ein Redner des sozial-demokratischen Parteitages schlägt vor, Grund und Boden des Adels und der Kirche als Nationalvermögen zu erklären. Auch wird die Föderation der österreichischen National­staaten empfohlen. Friedrich Adler, der amnestierte Mörder des Grafen Stürgkh, wird an Stelle des verstorbenen Pernersdorfer [Anm.: in den Parteivorstand] gewählt.29

3. Nov. Sonntag
Regen und trüb. Nicht sehr kühl. Aufruf des Staatsrates, den die Gefahr durch die heimkehrenden Armeen schreckt. Daher zu freiwilliger Meldung zu Volkswehr aufgefordert. Ministerium Lammaschs Aufruf zu Ordnung. Ein Teil des Lagerhauses mit 80 Waggons Zucker etc. verbrennt. Angezündet? Straßenbild wie gestern ruhig. Die rote Garde setzt beim Deutschmeisterdenkmal die Bemühungen fort. Sie bekommt ein Quartier angewiesen und Erlaubnis, einen Verein zu bilden. Vormittags Versammlung zur Bildung des Soldatenrates. Die Versammlung zeigt sozialistischen Charakter. Die Gefangenen entweichen aus den Lagern, im allgemeinen in Ordnung. (NB: War ein Gerücht:) Doch Salzburg durch das Schärdinger Braunauer Lager gefährdet. Abends Extraausgabe mit Waffenstillstand mit Italien.30

4. Nov. Montag
Trüb, ein wenig gegen Abend viel Regen. Die trostlosen Waffenstillstands­bedingungen werden verlautbart. Am 2. Nov. hat der Kaiser dem Feldmarschall Kövess das Ober­kommando übergeben. In Linz hat es Plünderungen gegeben. Ebenso fleißig auf dem ungarischen Flachland. Die rote Garde schließt sich der Volkswehr an. P. Maurus von Pulkau hier.31

5. Nov. Dienstag
Schöner, zum großen Teil heiterer Himmel, wenn auch nebelig. Die Bildung der Volkswehr und Bürgerwehr schreitet fort. Selbstregierung des Landes Nieder­österreich wird konstituiert. Oberkurator Steiner wird Landeshauptmann. Jetzt wird erst die große Niederlage an der Piave bekannt. Die Ungarn beriefen ihre Truppen ab, daher konnte die Front nicht halten.32

6. Nov. Mittwoch
Regen. Die Feindseligkeiten hörten am 4. um 3 Uhr nachmittags auf. Trotz der Ab­machungen vom 3. Nov. 3 Uhr früh, daß sofort alles aufzuhören habe, hat die italienische Heeresleitung festgesetzt, die Feindseligkeiten erst 24 Stunden später einzustellen. Die Bahnhöfe umlagert von den fremdnationalen Truppen, die in ihre Heimat befördert werden müssen, ebenso von den Kriegsgefangenen. Die Soldaten verkaufen einfach ihre Sachen, daß an den Bahnhöfen ganze Märkte sind. Juden natürlich die Hauptmacher. Es ist eine Zeit der abenteuerlichsten Gerüchte. Z. B. wurde am 2. Nov. Samstag von der Feuerwehr auf Tramwaywagen geblasen und verkündet, daß die 12000 Italiener aus dem Gefangenenlager von Sigmundsherberg nach Wien mar­schieren und plündern wollen! Am 3. wurde von den Neuhussiten in Prag die Mariensäule vor dem Rathaus eingestürzt, die Ferdinand III. zum Danke für die Errettung vor den Schweden hatte aufstellen lassen!33

7. Nov. Donnerstag
Regen und Nebel, nachmittags besser. Ziemlich warm. Heute die Weinlese in Grinzing und Nussberg beendet. 300 Eimer, also nur 100 mehr als voriges Jahr. Bayrische Truppen rücken in Tirol und Salzburg, dazu in Egerland ein, um die Grenzen zu schützen und Ordnung zu schaffen. Die ersten Soldaten von der Front kommen nach Wien. Abrüstungsbeginn. Die Kieler Flotte meutert. Verhandlungen mit überall wegen der Lebensmittel. Neue Note an Wilson. Die Eine deutsche Kommission geht wegen Waffenstillstandsverhandlungen nach dem Westen. Der diplomatische Verkehr mit Russland wird abgebrochen wegen bolschewikischen Umbruchs der russischen Gesandt­schaft. Die Statthalterei von Niederösterreich wird von Landeshauptmann Steiner über­nommen. Die Grippeferien sind zu Ende. Heute die erste Schule wieder.34

8. Nov. Freitag
Morgens Regen, dann halbwegs Aufheiterung besser, aber trüb. Nicht kalt. Unruhen in Kiel, Hamburg etc., die Flotte meutert. Tags zwei geht Graf Karoly unterhandelt mit dem Kommandanten der Balkanarmee, Franchet d’Espèrey, der sich gegen den Soldatenrat ziemlich verwahrt. In der Nacht zum Freitag Revolution in München. Im Landtagsgebäude tagt der Soldaten- und Arbeiterrat. Freitag früh die Umwandlung vollzogen. Der Aufstand in den deutschen Städten breitet sich aus. Sozialdemokratisches Ultimatum an den Kaiser, das seinen und des Kronprinzen Rücktritt verlangt. Die Verwaltung Deutschösterreichs provisorisch geregelt. Übereinkommen mit dem jugoslavischen Staat. Mahnung Wilsons an österreichische Völker, Gewalttätigkeiten und Zügellosigkeiten zu vermeiden.35

9. Nov. Samstag
Trüb, nicht kalt. Thronverzicht Kaiser Wilhelms und des Kronprinzen. Max von Baden bleibt bis zur Einsetzung einer Vormundschaftsbehörde und schlägt den Sozial­demokraten Ebert zum Reichskanzler vor. Doch übernimmt schon sofort Ebert die Reichs­kanzlerschaft. Ein Gefecht im Berliner Schloßhof. Demon­strationen und Zusammenstöße in Berlin. Fast ganz Mittel- und Norddeutschland ist in den Händen der Soldatenräte. Die Wittelsbacher abgesetzt, der Jude Kurt Eisner Präsident der bayrischen Republik. Die Königsfamilie reist aus München ab. Deutsche Nationalversammlung wird vom scheidenden deutschen Reichskanzler angekündigt, die über die künftige Verfassungsform Deutschlands entscheiden soll. Der österreichische Staatsrat spricht in einem Telegramm an Max von Baden die Hoffnung aus, „daß an der Wahl der Nationalversammlung auch das deutsche Volk von Österreich teilnehmen wird“. Die Italiener haben Südtirol bis Brixen besetzt. Die Verhandlungen mit Czechen gescheitert. Diese wollen gegen Kohl und Lebensmittel den Anschluss Deutschböhmens an Czechien. Eine Versammlung czechisch-slovakischer Priester will Aufhebung des Zölibats und slavische Liturgie. [Anm.: Wort unleserlich] Strassenkampf in Lemberg. Die Ukrainer sollen den Polen gegenüber die Oberhand behalten haben. Die Sozialdemokraten in Berlin rufen die Republik aus trotz dem die Nationalversammlung erst entscheiden soll. Der König von Württemberg beruft württembergische Nationalversammlung, die über die Form in diesem Land entscheiden soll. Herzog von Braunschweig hat abgedankt.36

10. Nov. Sonntag
Erträgliches Wetter. Leichte Trübung. Profess des Fr. Josef, der durch seine Krankheit an der früheren Ablegung verhindert war. Die Fürsten von Hessen, Oldenburg, Sachsen abgesetzt, Baden beruft Nationalversammlung, Reuss dankt ab. Die Entente erklärt, mit einem bolschewikischen Deutschland nicht zu verhandeln. Abends werden die furcht­baren Waffenstillstands­bedingungen für Deutschland bekannt. Dieses wendet sich an Wilson mit der Bitte um Milderung. Muss aber natürlich die Bedingungen annehmen. Der deutsche Kaiser mit dem Kronprinzen hat sich auf holländisches Gebiet begeben.37

Stiftschronik, 11.–12. November 1918

11. Nov. Montag
Schönes Wetter. Erträglich warm.  Nachmittags durch Extraausgabe der Wiener Zeitung Verzicht des Kaisers auf die Ausübung der Regierung. Um 11 Uhr vormittags legt Dr. Renner dem Staatsrat das provisorische Staatsgrundgesetz für Deutschösterreich vor. Namentlich Erklärung der Republik und Anschluß an Deutschland. Morgen Vorlage des Gesetzes an die Nationalversammlung. Der letzte deutsche Heeresbericht erscheint. Staatssekretär für Äußeres Dr. Viktor Adler stirbt, vom Schlag getroffen. Pfarrer Adrian zu Gast.38

12. Nov. Dienstag
Leicht getrübtes Wetter. Um 3 Uhr nachmittags die Sitzung der provisorischen National­versammlung und Ausrufung der deutsch­österreichischen Republik mit Anschluss an Deutschland. Die Arbeitermassen sind in langem Zuge vor dem Parlament erschienen, auch die Deutschnationalen. Im ganzen soll ¼ Mill. versammelt gewesen sein. Fritz Adler hält eine blutrünstige Rede. Dann verkündet an der Rampe des Hauses der Präsident Dinghofer die Republik. Die rotweißrote Fahne soll aufgezogen werden, ein Offizier und 2 Soldaten zerhauen sie, sodass nur die rote übrig bleibt. Es fällt ein Schuss. Unmittelbar drauf wird ins Parlament geschossen, der Chef des Presswesens Brüggel bekommt einen Schuss ins Auge. Die rote Garde hatte die Sicherung des Parlaments übernommen. Die Schiesserei geht eine Zeit lang fort. Die Massen flüchten sich. Eine Anzahl Verwundeter oder im Gedränge verletzter, 2 ganz Zertretene. Ein hübscher Anfang! An demselben Tag Vormittag letzte Sitzung des alten Parlaments. Schluss durch Dr. Groß, der auf unbestimmte Zeit die nächste Sitzung ansagte.39

14. Nov. Donnerstag
Schöner Tag, in der Früh 0°. Abends ein paar Schneegestöber. In Czechien Erklärung der Republik mit Masaryk als Präsident. Kramars Ministerpräsident. Der Kaiser verzichtet auf die Regierungsgeschäfte in Ungarn. Er hat sich schon montags in zivil von Schönbrunn nach Eckartsau begeben. Staatserklärung über die Grenzen des österreichischen Staates. Deutschböhmen gehört dazu. Auch Kramars erklärt, Deutschböhmen gehört zum czechischen Staat. In der Schweiz wird ein bolschewikischer Aktionsversuch endlich überwunden. Der „Abend“, das Wiener Bolschewikenblatt, beginnt mit der Hetze gegen Klerus. „Nach dem Thron der Altar.“ Aufruf an die Landgemeinden wegen des drohenden Hungers in den Städten. Unsere Felder in Breitenlee werden geplündert. Die Emauser deutschen Benediktiner, die aus Prag weichen mussten, reisen über Wien nach Sekkau.40

16. Nov. Samstag
Trüb. Kalt. Die Italiener wollen die Triglavgrenze! Tirol treibt Sonderpolitik. Ungarn wird zur Republik ausgerufen. Todesstrafe für Plünderer. Große Einschränkung des Gas- und Elektrizitätsverbrauches. Gefahr, daß keine Kohle in Wien. Ebenso großer Zucker­mangel. Fleisch fast gar keines. Kartoffel per Woche ½ Kilo auf den Kopf.41

Stiftschronik, 18.–20. November 1918

18. Nov. Montag
Trüb und kalt. Gegen die Plünderungen in Breitenlee gibt es keine Hilfe, trotz Audienz beim Unterstaatssekretär Waihs [im] Kriegsministerium und Landes­hauptmann Steiner. In Deutschland Streit zwischen den Sozialisten, ob Diktatur oder Nationalversammlung. Das Bolschewikentum scheint in Deutschland herumzugreifen.42

19. Nov. Dienstag
Vormittags schön, nachmittags trüb und kalt. Schändliches Benehmen der vielfach jüdischen Wachoffiziere in der Hofburg und in Schönbrunn. Letzten Sonntag in der Burgkapelle keine Predigt unseres P. Cölestin mehr.43

20. Nov. Mittwoch
Schönes Wetter, nicht allzu kalt. Mittags 4°. R. Abt von Sekkau zu Gaste. Die Adelstitel in Böhmen abgeschafft. Schwarzenberg, Lobkowitz und Martinitz Grundbesitz enteignet. Schon langsam beginnt Stimmungsmacherei für die Wahlen.44

Memorabilienbuch des Priorats Memorabilienbuch, 12. November 1918

Im Kontrast zu den ausführlichen, aber neutralen Notizen der Stiftschronik kommentiert das vom Prior des Klosters, P. Ägid Pfeiffer, geführte knappere Memorabilienbuch des Priorats die Ausrufung der Republik zwar nur lapidar, zugleich jedoch deutlich emotionaler (und nicht sehr republikanisch): „Heute wurde das alte Österreich begraben und die Republik Deutsch-Österreich proklamiert. […] Ähnliche Gefühle erfüllen das Herz, wie sie im 136. Psalme angeregt werden. Mit Wehmut gedenke ich meines alten Österreichs“.

Der angesprochene Psalm 136 (Zählung der Septuaginta und Vulgata; nach Einheitsübersetzung Psalm 137) lautet: „An den Strömen von Babel, da saßen wir und wir weinten, wenn wir Zions gedachten. […] Denn dort verlangten, die uns gefangen hielten, Lieder von uns, unsere Peiniger forderten Jubel: Singt für uns eines der Lieder Zions! […] Wenn ich dich je vergesse, Jerusalem, dann soll meine rechte Hand mich vergessen. […] Tochter Babel, du der Verwüstung Geweihte: Selig, wer dir vergilt deine Taten, die du uns getan hast! / Selig, wer ergreift und zerschlägt am Felsen deine Nachkommen!“.

Die Themenschau „1918: Ein hübscher Anfang!“ kann von 12. November 2018 bis 10. Februar 2019 im Museum im Schottenstift besichtigt werden. Der Zugang erfolgt über den Klosterladen (Freyung 6, 1010 Wien).

  1. Max Hussarek von Heinlein (1865–1935), k.k. Ministerpräsident Cisleithaniens 1918.
  2. Munitionsfabrik Wöllersdorf bei Wiener Neustadt.
  3. Amand Oppitz (1869–1947), Abt des Schottenstifts 1913–1930.
    Anton Mayer (1838–1924), Historiker, Leiter des Niederösterreichischen Landesarchivs 1895–1909, Absolvent des Schottengymnasiums.
    Leopold Rost (1842–1913), Abt des Schottenstifts 1901–1913.
  4. Konstantin Vidmar (1851–1937), Mönch des Schottenstifts, Pfarrer in Gaweinstal.
  5. Josef Platzer (1894–1951), Mönch des Schottenstifts.
    Maximilian Fellner (1876–1927), Mönch des Schottenstifts, Pfarrer in Martinsdorf.
  6. Aleksandar Malinow (1867–1938), Ministerpräsident Bulgariens 1908–1911, 1918 und 1931.
  7. Amand Figlhuber (1894–1968), Mönch des Schottenstifts.
    Josef Platzer: siehe 25. Sep.
  8. Friedrich König (1872–1956), Mönch des Schottenstifts, Pfarrer in Enzersfeld.
    Josef Platzer: siehe 25. Sep.
  9. Amand Figlhuber: siehe 29. Sep.
    Klemens Sieber (1894–1959), Mönch des Schottenstifts.
    Friedrich Fiedler (1872–1945), Mönch des Benediktinerklosters Admont.
  10. Ferdinand I. (1861–1948), Fürst bzw. Zar von Bulgarien 1887/1908–1918.
  11. Josef Platzer: siehe 25. Sep.
    Amand Figlhuber: siehe 29. Sep.
  12. Friedrich Gustav Piffl (1864–1932), Erzbischof von Wien 1913–1932, Kardinal.
    Wenzl Czepa (1868–1941), Mönch des Schottenstifts, Kurat an der Schottenkirche.
    Erzherzogin Maria Josefa (1867–1944), Mutter Kaiser Karls I. (siehe 23. Okt.).
    Woodrow Wilson (1856–1924), Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika 1913–1921.
  13. Mario Grünhut (1904–1918), Schüler des Schottengymnasiums.
  14. Max Hussarek von Heinlein: siehe 11. Sep.
    Georg von Hertling (1843–1919), Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs 1917–1918.
    Max von Baden (1867–1929), Reichskanzler des Deutschen Kaiserreichs 1918.
    Maximilian Fellner: siehe 25. Sep.
  15. Sándor Wekerle (1848–1921), Ministerpräsident Ungarns 1892–1895, 1906–1910 und 1917–1918.
  16. Maria Enzersdorf südlich von Wien, Weingut des Schottenstifts.
  17. Max Hussarek von Heinlein: siehe 11. Sep.
    Sándor Wekerle: siehe 12. Okt.
  18. Amand Figlhuber: siehe 29. Sep.
    Josef Platzer: siehe 25. Sep.
  19. August Böhm (1865–1931), Oberstadtphysikus von Wien 1911–1931.
    Fettkarte: Lebensmittelkarte mit Marken für Butter, Margarine und Schmalz.
    Blauer Luttenberger, alte südsteirische Weinsorte.
  20. Amand Figlhuber: siehe 29. Sep.
    Josef Platzer: siehe 25. Sep.
    Woodrow Wilson: siehe 6. Okt.
  21. Franz Dinghofer (1873–1956), deutschnationaler Politiker.
    Jodok Fink (1853–1929), christlichsozialer Politiker, Vizekanzler Österreichs 1919–1920.
    Karl Seitz (1869–1950), sozialdemokratischer Politiker, Präsident der Konstituierende National­versammlung Österreichs 1919–1920, Bürgermeister von Wien 1923–1934.
    Woodrow Wilson: siehe 6. Okt.
  22. K.u.k. Infanterieregiment „Graf Jellacic“ Nr. 79.
    Sándor Wekerle: siehe 12. Okt.
    Karl I. (1887–1922), Kaiser von Österreich 1916–1918, Absolvent des Schottengymnasiums.
  23. Woodrow Wilson: siehe 6. Okt.
    Stephan Burián von Rajecz (1852–1922), k.u.k. Finanzminister 1903–1912 und 1916–1918, k.u.k. Außenminister 1915–1916 und 1918.
    Gyula Andrássy von Csík-Szent-Király und Kraszna-Horka (1860–1929), k.u.k. Außenminister 1918.
    Kapitel de re oeconomica: Wirtschaftsrat des Klosters.
  24. Woodrow Wilson: siehe 6. Okt.
    Erich Ludendorff (1865–1937), deutscher General, Erster Generalquartiermeister des Deutschen Kaiserreichs 1916–1918.
    Max Hussarek von Heinlein: siehe 11. Sep.
    Heinrich Lammasch (1853–1920), k.k. Ministerpräsident Cisleithaniens 1918, Absolvent des Schotten­gymnasiums.
    Richard Hampe (1863–1931), k.k. Minister für Kultus und Unterricht 1918.
    Ignaz Seipel (1876–1932), Priester, k.k. Minister für soziale Fürsorge 1918, Bundeskanzler Österreichs 1922–1924 und 1926–1929.
  25. Gyula Andrássy von Csík-Szent-Király und Kraszna-Horka: siehe 24. Okt.
    Woodrow Wilson: siehe 6. Okt.
    Max von Coudenhove (1865–1928), Statthalter von Böhmen 1915–1918.
    Mihály Károlyi von Nagykároly (1875–1955), Ministerpräsident, dann Staatspräsident Ungarns 1918–1919.
  26. Woodrow Wilson: siehe 6. Okt.
    János Hadik von Futak (1863–1933), Ministerpräsident Ungarns 1918.
  27. Victor Adler (1852–1918), Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, Absolvent des Schotten­gym­nasiums.
    Gustav Groß (1856–1935), deutschliberaler Politiker, Präsident d. k.k. Abgeordneten­hauses 1917–1918.
    Mihály Károlyi von Nagykároly: siehe 28. Okt.
    Karl I.: siehe 23. Okt.
  28. Johann von Kirchbach auf Lauterbach (1858–1920), Stadtkommandant von Wien 1916–1918.
    István Tisza von Borosjenő und Szeged (1861–1918), Ministerpräsident Ungarns 1903–1905 und 1913–1917.
    Militärstrafanstalt im Schloss Möllersdorf bei Traiskirchen in Niederösterreich.
  29. Aloys von Liechtenstein (1846–1920), Landmarschall von Niederösterreich 1906–1918, christlichsozial.
    Friedrich Adler (1879–1960), sozialdemokratischer Politiker, Sohn Victor Adlers (siehe 30. Okt.).
    Karl Stürgkh (1859–1916), k.k. Ministerpräsident Cisleithaniens 1911–1916.
    Engelbert Pernerstorfer (1850–1918), sozialdemokratischer Politiker, Vizepräsident des k.k. Abgeordnetenhauses 1907–1918, Absolvent des Schottengymnasiums.
  30. Heinrich Lammasch: siehe 27. Okt.
  31. Karl I.: siehe 23. Okt.
    Hermann Kövess von Kövesshaza (1854–1924), Feldmarschall, letzter Oberkommandierender der k.u.k. Armee.
    Maurus Knappek (1890–1968), Mönch des Schottenstifts, Kooperator in Pulkau, später Abt von Altenburg.
  32. Leopold Steiner (1857–1927), christlichsozialer Politiker, Landeshauptmann von Niederösterreich 1918–1919.
  33. Kriegsgefangenenlager Sigmundsherberg bei Horn in Niederösterreich.
    Ferdinand III. (1608–1657), römisch-deutscher Kaiser 1637–1657.
  34. Grinzing und der Nussdorfer Nussberg im 19. Wiener Gemeindebezirk, Weingüter des Schottenstifts.
    Woodrow Wilson: siehe 6. Okt.
    Leopold Steiner: siehe 5. Nov.
  35. Mihály Károlyi von Nagykároly: siehe 28. Okt.
    Louis Félix Marie Franchet d’Espèrey (1856–1942), franz. General, Oberbefehlshaber am Balkan 1918–1920.
    Wilhelm II. (1859–1941), Deutscher Kaiser 1888–1918.
    Wilhelm von Preußen (1882–1951), Deutscher Kronprinz 1888–1918.
    Woodrow Wilson: siehe 6. Okt.
  36. Wilhelm II.: siehe 8. Nov.
    Max von Baden: siehe 8. Okt.
    Friedrich Ebert (1871–1925), deutscher sozialdemokratischer Politiker, Reichskanzler, dann Reichs­präsident der Weimarer Republik 1919–1925.
    Kurt Eisner (1867–1919), deutscher sozialdemokratischer Politiker, Ministerpräsident des Freistaats Bayern 1918–1919.
  37. Josef Platzer: siehe 25. Sep.
    Woodrow Wilson: siehe 6. Okt.
    Wilhelm II.: siehe 8. Nov.
    Wilhelm von Preußen: siehe 8. Nov.
  38. Karl I.: siehe 23. Okt.
    Karl Renner (1870–1950), sozialdemokratischer Politiker, Staatskanzler Österreichs 1918–1920 und 1945, Bundespräsident Österreichs 1945–1950.
    Victor Adler: siehe 30. Okt.
    Adrian Fatz (1850–1919), Mönch des Schottenstifts, Pfarrer in Breitenlee.
  39. Friedrich Adler: siehe 1. Nov.
    Franz Dinghofer: siehe 22. Okt.
    Ludwig Brügel (1866–1942), sozialdemokratischer Journalist.
    Gustav Groß: siehe 30. Okt.
  40. Tomáš Garrigue Masaryk (1850–1937), Staatspräsident der Tschechoslowakei 1918–1935.
    Karel Kramář (1860–1937), Ministerpräsident der Tschechoslowakei 1918–1919.
    Karl I.: siehe 23. Okt.
  41. Triglav (Monte Tricorno) in den Julischen Alpen.
  42. Erwin Waihs (1880–1959), christlichsozialer Politiker, Absolvent des Schottengymnasiums.
    Leopold Steiner: siehe 5. Nov.
  43. Cölestin Wolfsgruber (1848–1924), Mönch des Schottenstifts, Universitätsprofessor, Hofprediger.
  44. Laurentius Zeller (1873–1945), Abt des Benediktinerklosters Seckau 1908–1925, später Bischof in Brasilien.

Márton napi felhívás

Evangélikus portál -

Szent Márton (316/317–397), Savaria – ma Szombathely – szülötte. Római katona, a későbbi tours-i püspök, aki köpenyének felét adta a koldusnak, mely a mindene volt, hiszen a köpenye másik fele a Római Birodalom tulajdonát képezte. A legenda úgy folytatódik, hogy Jézus Krisztus, amikor a feltámadás után dicsőségesen bevonul a menyországba, az angyalok csodálkozva fogadják, mert egy viseltes római katonai köpeny felében látják viszont. Kérdőre vonják, mire Jézus így válaszol: Barátom, Márton adta nekem.

Mit Astor Piazzolla ins Schloss Schattenhall

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Im getippten Zitat  aus Walter Moers′ Die Stadt der Träumenden Bücher (2004) hat eine sorgfältige Kinderhand den Ort aus Wahn und Schall / Genannt Schloss Schattenhall mit blauer Füllertinte umrahmt, ein Tintenpfeil verweist  auf die Interpretation. ->Bei uns: Bibliotheca Johannei.  Locus amoenus: Sechstklässler präsentieren an ihrem Lieblingsort in der Neuen Bibliothek des Johanneums in Hamburg ihre literarischen Lieblingsstellen.

Blick in die alte Hauptbibliothek des Johanneums, Hamburg

Die Gelehrtenschule des Johanneums, eröffnet 1529 nach einer Initiative des Reformators Johannes Bugenhagen (1485-1558) in Hamburg, hält in ihrer historischen Hauptbibliothek einen  Buchbestand von ca. 55.000 Exemplaren.

Blick in die Neue Bibliothek mit Fenster zum Altbestand im Hintergrund

Gestern, Donnerstag 8. November 2018, richtete die Schule eine Geburtstagsfeier aus: 10 Jahre Neue Bibliothek, die am 11. November 2008 – ebenfalls an einem Donnerstag – erstmals ihre Türen fürs Publikum geöffnet hatte.  Inken Hose, Direktorin des Johanneums, begrüßte die Geburtstagsgäste in der Aula mit einem Zeitraffer durch die Entwicklungsjahre des Projekts einer Neuen Bibliothek: die bemerkenswerte Zusammenarbeit der Schule mit einer eigens gewonnenen Fachberatung durch Bibliothekswissenschaftler und Architekten, die große Bereitschaft finanzieller Unterstützung von Spendern,  Sponsoren und Stiftungen sowie die Identifizierung von Lehrern,  Schülern und Eltern mit dem geplanten Bau – eine Phalanx, die seinerzeit die entscheidende Behörde überzeugte, den privat finanzierten Bau zu genehmigen. Nun waren erstmals auch der Blick und der Zugang frei geworden zum großen Altbestand, der seit 1914 in dem durch Gitterboden zweigeschossig angelegten alten Bibliotheksraum untergebracht ist – vor mehr als 100 Jahren ersonnen vom Hamburger Oberbaudirektor Fritz Schumacher(1869-1947).

Ines Domeyer, Altphilologin und pädagogische Leiterin der Bibliothek des Johanneums, erläutert das pädagogische Konzept der Bibliothek.

Die Bibliotheca Johannei ist der Mittelpunkt des Schullebens – das war in der Feierstunde mit bezaubernden musikalischen Beiträgen spürbar und bei den anschließenden Führungen durch die Bibliothek nebst kleinen, dort überall lauernden Vortragsüberraschungen durch Schülerinnen und Schüler auch zu erfahren.  Begeisterung für Bücher entsteht hier nicht nur durch die gelungene architektonische Lösung, sondern vor allem auch durch ein kluges bibliothekarisches Konzept, das die Gesamtheit aller Medien – der gedruckten wie der digitalen, ganz alter und ganz neuer – so zu vermitteln weiß, dass junge Leuten sich verführen lassen zur geduldigen, eigenständigen Erschließung  ihnen unbekannter Welten in Wort, Bild, Ton.

Kai Schröder, Diplombibliothekar und bibliothekarischer Leiter der Bibliothek des Johanneums, erklärt die technische Handhabung des Aufsichtscanners.

Bevor sich die Gäste  in die Ehrenhalle zum Süppchen und zum Plaudern hatten zurückziehen dürfen,  machte Prof. em. Birgit Dankert ihren Festvortrag über Phantastische Potentiale aus der Welt der Bibliotheken zum Höhepunkt der Feierstunde: sie entführte die Zuhörer für eine halbe Stunde in Imperien – Paradiese – Delirien bibliothekarischer Ideen. Und neben einem phantastischen Bau in Cottbus, Borges′ Babel, zernichtetem schriftlichen Kulturgut in Timbuktu, Aby Warburgs Mnemosyne und der Bibliothek ohne Bücher in Aarhus schien bereits Schloss Schattenhall zu gaukeln; der Klang des Tangos von Astor Piazzolla, von einem Künstler aus der 8. Klasse auf dem Akkordeon wunderschön vorgetragen, blieb im Ohr: Plus Ultra.

Beitragsbild

Gelehrtenschule des Johanneums, Hamburg. Foto: © Ajepbah / Wikimedia Commons / Lizenz: CC-BY-SA-3.0 DE

Übrige Fotos

Felicitas Noeske / Lizenz: CC BY-SA 4.0

Indul a szeretet.éhség. országos adventi pénzadománygyűjtés a Tesco áruházaiban

Evangélikus portál -

Budapest – A Tesco az Ökumenikus Segélyszervezet stratégiai partnereként idén is részt vesz a szeretet.éhség. országos adventi pénzadománygyűjtésben. Bár a kampány hivatalosan advent első vasárnapján veszi kezdetét, a Tesco-vásárlók már november 12-től segíthetik a rászorulókat a kasszáknál december 24-ig kapható, 250 forintos kupon megvásárlásával. Tavaly több mint 60 millió forintot gyűjtöttek az adományozók az áruházakban.

Földön fekvőbe nem rúgunk bele – Egyházi vélemények migránsokról, hajléktalanokról

Evangélikus portál -

Budapest – Vigyázni kell, a „migránsozás” ugyanolyan mérgező, mint a „cigányozás” és a „zsidózás” – figyelmeztetett Gáncs Péter evangélikus püspök azon a vallásról és politikáról szóló fórumon, amelyet csütörtök délután rendeztek a Magyarországi Zsidó Hitközségek Szövetsége (Mazsihisz) Síp utcai székhelyén.

Jézus ezt mondta: „Kövess engem!” (Mt 9,9) – Lelkésziktatás Őrimagyarósdon

Evangélikus portál -

Őrimagyarósd – Ünnepre készülődött az őrimagyarósdi evangélikus gyülekezet. 2018. október 27-én lelkészt iktattak az egyházközségben. Dobó Dánielt Rostáné Piri Magda esperes asszony iktatta be a gyülekezet szolgálatába, aki az Északi Egyházkerületből, Nagycserkeszről érkezett Isten hívásának engedelmeskedve. Az ünnepi úrvacsorás istentiszteleten Szemerei János, a Nyugati (Dunántúli) Egyházkerület püspöke hirdette Isten igéjét.

Formularium Ecclesiae Strigoniensis - A Fraknói Kutatócsoport római bemutatkozása

MTA-PPKE Fraknói Vilmos Római Történeti Kutatócsoport -

Presentation of the book in Rome about the formularium of the Esztergom's archdiocese. — 2018. november 7-én délután öt órai kezdettel került sor a hazai katolikus és akadémiai tudományosság egyik legjelentősebb új eredményének prezentálására Rómában. A katolikus egyetem egyháztörténeti sorozatában megjelent Formularium Ecclesiae Strigoniensis (Collectanea Studiorum et Textuum, vol. I/4; Budapest 2018; lxxxiv + 880 oldal) közreadói Erdő Péter bíboros, Szovák Kornél és Tusor Péter egyetemi docensek. A munkatársak sorában Sarbak Gábor és Mayer Gyula mellett népes pázmányos fiatal kutatói csapat nevei sorakoznak: Horváth Terézia, Porubszky Ádám, Kanász Viktor, Tóth Krisztina, Somogyi Szilvia.

A 16. század elején Esztergomban az érseki szentszéki bíróság működése során két fontos kódex keletkezett, Nyási Demeter érseki vikárius és segédpüspök formuláskönyve (1521 körül) és Beneéthy Máté prímási szentszéki jegyző gyűjteménye (1512 előtt). A közreadók a két kódex alapján, közel ezer nyomtatott oldalon tettek kísérletet az esztergomi érseki bíráskodás és egyházkormányzat középkorvégi gyakorlata, a Stylus Strigoniensis, filológiailag kritikai igényű rekonstrukciójára. A kötet az egyetemes egyháztörténetnek és kánonjogtörténetnek is páratlanul értékes forrása.  A szerdai római bemutatón – melynek a klaretiánus szerzetesek (CMF, Cordis Mariae Filii) a római Gianicolón található patinás jogi intézete adott otthont – ezt a szempontot hangsúlyozta és helyezte szélesebb egyházjogi kontextusba az esemény két relátora, Rev. Prof. Javier Belda Iniesta, a murciai katolikus egyetem dékánja, valamint  Prof. Manuel Jésus Arroba Conde CMF, a lateráni pápai egyetem volt dékánja. Házigazdaként egyúttla ő köszöntette az eseményen megjelenő Erdő Péter bíborost, aki a klaretiánus intézetbe úgyszólván hazaérkezett, hiszen fiatal pap korában sokat dolgozott annak könyvtárában római doktori disszertációján neves kánonjogász professzorok, mint például Xaverio Ochoa és Aloisio Diez CMF tutorálásával.

A kódexkiadás munkálataiban tevékenyen résztvevő, a többéves projekt megvalósulását  kánonjogi szaktudásával folyamatosan segítő esztergomi érsek felszólalásában többek között szólt az 1526 előtti magyar egyházi életről és annak forrásadottságairól, a kiadásra került kódexkéziratok kalandos sorsáról, elődei szerepéről fennmaradásukban, továbbá e formuláskönvvek helyéről, jelentőségéről az észak- és dél-európai egykorú egyházi bíráskodásban. A kötetből vett gyakorlati példákkal színesítve kifejtette: a most megjelent középkorvégi szövegek beható tanulmányozása lehetővé teszi, hogy az utókor 500 év távlatából is részleteiben megismerhesse a hazai egyházi élet Mohács előtti mindennapjait: az egyházi bíráskodás, részben egyházkormányzat gyakorlatát stb. Külön méltatta munkatársai, a projektben résztvevő pázmányos kutatók teljesítményét.

Az eseményen Tusor Péter angol nyelven olvasta föl a társkiadó Szovák Kornél szövegét. Röviden szólt a hazai formuláskönyvek középkori előzményeiről, az itáliai hatásokról. Aláhúzta, hogy az esztergomi főszékesegyházi könyvtárban őrzött Nyási- és a gyulafehérvári Battyhaneumban találhaó Beneéthy-kódexben a középkorvégi magyar kereszténységről megörökített színes kép a teljesség igényét is kielégíti. Kifejtette, hogy alig gondolható el olyan téma az egyházi élet területéről, melynek ítélkezési „mintalevelét” ne vették volna fel a kódexösszeállítók. A zsinattartás rendje, a vizitációs ellenőrző tevékenység módszerei és körülményei, a lelkészkedő papsággal kapcsolatban felmerülő kérdések, a szerzetesi reform bonyolult összefüggései, a hívek ügyes-bajos szentszéki dolgai (végrendelet, kölcsön, kegyes adomány, búcsúnyerés, koldulási engedély, kiközösítés, feloldozás stb.), végezetül liturgikus gyakorlat főbb kérdéseit mind-mind számos irattal képviseltetik magukat a gyűjteményben.

Tusor Péter szerint az Esztergomi Egyház Formuláskönyve annak evidens bizonyítéka, hogy a protestáns reformáció áttörése előtti időszakban milyen jól szervezett és felülről gondosan kontrollált egyházi életnek volt színtere a Hunyadi- és Jagelló-kori Magyar Királyság. Meggyőződése, hogy az angol és magyar nyelvű bevezető tanulmányokkal, többször jegyzetapparátussal, különféle mutatókkal ellátott tartalmas kötetet forráskiadvány jellegéből adódóan minden bizonnyal hosszú évtizedekig haszonnal forgathatják majd a magyar középkor és kora újkor iránt érdeklődő egyháztörténészek és kánonjogászok egyaránt.

Az bemutató végén élénk szakmai diskurzus bontakozott ki a magyar bíboros és a bemutatón megjelenő reprezentatív nemzetközi, egyházi és világi hallgatóság között. Zárásként a bíboros fogadást adott az esemény tiszteletére.

 

A római bemutatót – a kötetet a Gondolat Kiadó részvételével megjelentető – MTA-PPKE Fraknói Vilmos Római Történeti Kutatócsoport szervezte, a Lateránai Pápai Egyetem és a Murciai Katolikus Egyetem Kánonjogi Nemzetközi Tanszéke (UCAM-PUL Cátedra Internacional Conjunta Inocencio III), a Klaretiánus Kánonjogi Intézet (Instititum Iuridicum Claretianum), valamint a Pápai Magyar Intézet közreműködésével. A kutatásokat és a kötet megjelentetését a PPKE és az MTA támogatta.

 

 

Galéria
Program
Bemutató füzet
Magyar Kurír (hamarosan)
Videó

Minden szinten pozitívan zárt az idei Szélrózsa!

Evangélikus portál -

Budapest – 2018. október 29-én tartotta kiértékelő, egyben lezáró együttlétét a Szélrózsa presbitériuma. Délután a kör kinyílt: a munkaágvezetők is meghívást kaptak az alkalomra, ahol közösen ünnepelhették a büki Szélrózsa sikerét, és megoszthatták egymással tapasztalataikat, jövőbeli terveiket, javaslataikat.

Belülről feszít – az Egy nap című filmről

Evangélikus portál -

Szilágyi Zsófia Egy nap című filmjét nem jó megnézni. Nem azért, mintha maga a film nem lenne jó. Hanem azért, mert egy olyan konfliktust mutat be, amelytől még nézőként is gyomorgörcsöt kapunk, és amelynek nincs feloldása. Nincs benne katartikus megoldás, nem teszi helyre senki a rosszat, nincs a bűnnek következménye – egyedül a főhősnő magába zárkózott őrlődése van. A napi mókuskeréken áthatolni képtelen drámát viszont teljesen jól átadja a film, nyilván ez az egyik ok, amiért a szakma óriási elismeréssel, a cannes-i filmfesztiválon a filmkritikusok Fipresci-díjával jutalmazta. A filmet november 8-től játsszák a hazai mozik.

Kavicsos mederben: Váltsunk témát

Evangélikus portál -

Hétköznapi életünk során lépten-nyomon eszünkbe jut az ige tanítása. A gyűjtemény szerzője az ilyen pillanatok és helyzetek üzenetét kibontotta, hogy felismerje Isten igéjének örök aktualitását. Bálint Józsefné Kavicsos mederben – Szabálytalan gondolatok című kötete olvasmányos és igei üzenettel alátámasztott gondolatok gyűjteménye. Hétről hétre ezeket a gondolatokat osztjuk meg olvasóinkkal.

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