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Wir trauern um Heike Endermann (1965 – 2021)

Gymnasialbibliotheken und -archive -

„Rastatter Runde“ in der Historischen Bibliothek der Stadt Rastatt im Oktober 2018 mit Heike Endermann (2. v. r).

Im Frühjahr 2018 traf ich Heike Endermann zum ersten Mal. In der Historischen Bibliothek der Stadt Rastatt im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium, die sie leitete, wurde die Idee konkret, ein „Netzwerk Historische Schulbibliotheken” zu gründen, das dann im Herbst in einer ersten Rastatter Runde installiert wurde.  Sie hat sich weiter mit Beiträgen für diese Runde und fürs Blog bibliotheca.gym engagiert. Um so bestürzender ist die kürzliche Nachricht aus Rastatt gewesen, dass Heike Endermann  verstorben ist.

Heike Endermann, geboren am 16. März 1965 in Jena, studierte zwischen 1989 und 1995 an der Friedrich-Schiller-Universität Jena klassische Philologie, daran anschließend von 1998 bis 2002 die lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit. Im Jahr 2000 wurde sie von der Humboldt-Universität Berlin als Wissenschaftliche Bibliothekarin graduiert. 2001 und 2002 wirkte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin  im Rahmen des Editionsvorhaben „Landesgeschichtsschreibung und  Landesbewusstsein in Thüringen im späten Mittelalter“ des Lehrstuhls für Mittelalterliche Geschichte/Thüringische Landesgeschichte am Historisches Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena.  2002 war sie am Handschriftenprojekt der DFG „Beschreibung von Handschriftenfragmenten des Schlossmuseums Sondershausen“ in Jena beteiligt.  Seit 1.  Oktober 2002 war als sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittel- und Neulateinische Philologie im Institut für Klassische Altertumswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle tätig. 

Ab 2007 war ihr die Historische Bibliothek der Stadt Rastatt im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium anvertraut, zunächst als Mitarbeiterin des Leiters Hans Heid, nach dessen Pensionierung 2013 betreute sie die ca. 80.000 Bände umfassenden Bibliotheksbestände bis zu ihrem  Tod allein. Arne Pfirrmann, Bürgermeister der Stadt Rastatt, würdigte Heike Endermanns Verdienste um die Bibliothek in einem Nachruf so:

„Mit großer Fachkompetenz und beispielhaften persönlichen Einsatz hat sie dei Historische Bibliothek einem breiten Publikum geöffnet. Die von ihr betreuten Ausstellungen, Vorträge und Rundgänge fanden eine grße Beachtung und viel Zuspruch im Kulturkalender der Barockstadt.”

So zeichnete Heike Endermann verantwortlich für zahlreiche Sonderausstellungen in Rastatt, wie unter anderem die Begleitausstellung mit Vortragsreihe zum Lutherjahr 2017 unter dem Titel „Das bewegte 16. Jahrhundert und seine Folgen“. Regelmäßige Veranstaltungen in der Bibliothek, wie zum Beispiel turnusmäßige Angebote an die Rastatter Bürger, nach der Arbeit in die Bibliothek zu kommen, wo man dann alte Drucke und sogar Handschriften aus der Nähe betrachten konnte, und Führungen durch den Bestand wurden Teil des festen Kulturangebots der Stadt. Breitere Kreise des Publikums erreichte sie überdies durch eine Artikelserie im Badischen Tagblatt, in der sie seit 2014 in mehr als zwei Dutzend Folgen die „Schätze der Historischen Bibliothek“ veranschaulichte. Dem wissenschaftlichen Publikum stellte sie 2019 die Historische Bibliothek in Hiram Kümpers an der Universität Mannheim erscheinenden Periodikum  „Zeitarbeit“ vor.

Am 15. März 2021 ist Heike Endermann gestorben, einen Tag vor ihrem Geburtstag, an dem sie 56 Jahre alt geworden wäre. Über ihre vielen Verdienste hinaus, um die sie nie viel Aufhebens machte, behalten ihre Kollegen und ihre Freunde sie  als eine besondere und liebenswürdige Persönlichkeit in Erinnerung. Heike Endermann war ein feiner Mensch mit Herz und Humor, wir vermissen sie sehr.

Mit Karzer und Bibliothek – 600 Jahre Petrinum in Recklinghausen

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Das Gymnasium Petrinum in Recklinghausen wird in diesem Jahr 600 Jahre alt. Eine Publikation zeigt die Schulgeschichte in 100 Objekten. Dazu gibt es einen etwa 12-minütigen Film, der ab ca. min. 6:50 zu den seltenen Flurwaschbecken, in den erhaltenen Karzer und in die historische Lehrerbibliothek führt, und zwar mit dem kundigen Lotsen Marco Zerwas, Lehrer, promovierter Historiker und Bibliothekar der Anstalt.

Oldalak

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