Gymnasialbibliotheken und -archive

Historische Schulbibliotheken. Eine Annäherung

Klosterberg, Brigitte (Hrsg.): Historische Schulbibliotheken. Eine Annäherung. (Hallesche Forschungen: 56). Halle: Verlag der Franckeschen Stiftungen Halle, 2021. XXV, 222 S., 21 Abb. ISBN 978-3-447-11479-0; ISS 0949–0086, 52,00 €

Verlagsangabe mit Inhaltsverzeichnis (Pdf) 

 

Abstract der herausgebenden Institution:

Erste wissenschaftliche Annäherung an Historische Schulbibliotheken im Verlag der Franckeschen Stiftungen erschienen

Rezension:

Klosterberg, Brigitte (Hrsg.): Historische Schulbibliotheken. Eine Annäherung. (Hallesche Forschungen: 56). Halle: Verlag der Franckeschen Stiftungen Halle, 2021. XXV, 222 S., 21 Abb. ISBN 978-3-447-11479-0; ISS 0949–0086, 52,00 €. Rezension von Peter Vodosek in: “ Bibliothek Forschung und Praxis, vol. 45, no. 2, 2021, pp. 361-364.  (Online)

Endlich

Über diesen Sammelband hätte ich schon schreiben sollen, als er in diesem Jahr im März erschien und mir vorlag: einen Tagungsband zum von Brigitte Klosterberg 2017 sowohl initiierten als auch geleiteten  Workshop zum Thema: Historische Schulbibliotheken der Frühen Neuzeit. Eine Annäherung. Tagungsbände – insbesondere hochkarätige, zu denen dieser zweifellos gehört – brauchen ja stets ein wenig länger, sowohl bis sie entstehen als auch bis sie gelesen sein wollen.1

Herausgekommen ist ein Band, der die historischen Schulbibliotheken mit ihren Altbeständen und Archiven sowie weitere schulische Sammlungen von Drucken endlich mal als wahre Fundgruben für Forschungsfragen aufgezeigt hat. Die Vielfalt der Zugangsmöglichkeiten anhand der einzelnen Beiträge möge man selbst anhand der oben verlinkten Rezension von Peter Vodosek, der Herausgeberangabe und des vom Verlag als Pdf angebotenen Inhaltsverzeichnisses feststellen können. 

Eine spannende Einleitung

Warum der Tagungsband gegenüber dem Workshop seinen Titel verkürzte, wird aus Brigitte Klosterbergs Einleitung deutlich: ausgehend vom Reformationsjubiläum und von der Motivation, auf die Bestände der Franckeschen Stiftungen in Halle aufmerksam zu machen, erwies sich die Beschränkung auf eine Frühe Neuzeit zwar keineswegs als obsolet, sondern vielmehr als zu erweiternder Ansatz mit dem Blick auf die Dynamiken historisch gewachsener Schulbibliotheken in den folgenden Jahrhunderten.2 Klosterberg untersucht in ihrer Einleitung alle Beiträge auf deren theoretische, methodische und inhaltliche Ansätze hin,  sich dem »wohl am schwierigsten zu definierenden und zugleich am schlechtesten zu rekonstruierenden Bibliothekstypus«3 zu nähern, vor allem auch in grundlegenden Fagestellungen.   Ich versuche, die Überlegungen Klosterbergs4 zu skizzieren:

Die Annäherungen 
  • Erforschung von (in der Frühen Neuzeit anzusetzenden)  Bibliotheks-und Bildungslandschaften: die „Untersuchung der regionalen Strukturen des Schul- und Bildungswesens” mit dem Ziel, „prospektiv eine  Topographie lokaler Schul- und Bibliothekslandschaften”  zu erhellen, auch auf der Grundlage vergleichender Ansätze.5 
  • Funktionen von Schulbibliotheken als bildungshistorischer Ansatz, eine historisch wie komparativ umfangreiche Fragestellung, einschließlich  Buch- und Bildersammlungen für den Schulunterricht seit dem 16. Jahrhundert, nicht nur als reale Orte, sondern auch als imaginierte Räume.6
  • Wandel in der Bedeutungsfunktion von Schulbibliotheken: beginnend mit kleinen, oft lokalen Buchbeständen im Schulzimmer des 16. Jahrhunderts, die sich im 17. und 18. Jahrhundert, besonders durch Schenkungen,  erweiterten und der Öffentlichkeit zugänglich wurden, wandelten sie sich im 19. Jahrhundert in ihrer Funktion zu reinen Lehrerbibliotheken mit bereits für den Unterricht nicht mehr bedeutsamen, museal gepflegten Altbeständen.7
  • Quellen: Die in fünfzehn Kategorien gelisteten Quellen, die in den Beiträgen des Tagungsbands herangezogen wurden, lassen sich in Quellen zur Bestandbeschaffung, einschließlich der Schenkungen8 ausmachen: in historischen Bandkatalogen, so wie darauf basierenden Desideratenkatalogen, Schulschriften aller Art, wie zum Beispiel den Schulprogrammen, Geschichte der jeweiligen Aufstellungsräume, dazu normative Quellen, wie zum Beispiel Schul- und Benutzerordnungen, Leihzettel und Umlauflisten der Bücher wie auch den Unterlagen zu „handelnden Akteuren”,  den Bibliothekaren und Lesern.9
  • Der komparatistischer Ansatz erlaubt, ausgehend von Bildungs- und Bibliothekslandschaften,  sich wandelnen Funktionen und den entsprechenden Quellen, die Rekonstruktion verlorener historischer Schulbibliotheken: Bücher wanderten, Bestände wurden verteilt, ausgelagert, dezimiert, zerstört, deakzessioniert, makuliert – aber eben auch glücklich bewahrt.10

Die oben angeführten Punkte sind Schwerpunkte, die ich persönlich in dem Band und in dem die Tagungsbeiträge untersuchenden Vorwort für mich ausgemacht habe. Brigitte Klosterberg hat in ihrer Einleitung des Tagungsbands aus den Beiträgen die Vielfalt von Zugangsmöglichkeiten zur Erforschung dieses zwar bibliothekswissenschaftlich bekannten, aber von der Wissenschaft  bislang wenig und allenfalls mal hier und da in Einzeluntersuchungen ausgemachten Bibliothekstypus eruiert und mit zahlreichen Belegen aus allen Beiträgen sowie durch  ihr Wissen, unter anderem auch um die Oratorische Bibliothek des königlichen Pädagogiums Halle, vertieft. Ich zitiere aus ihrem Fazit:

Die Vorträge und Diskussionen auf dem Workshop in Halle haben deutlich gezeigt, dass, abgesehen von instruktiven Einzelstudien, die Erforschung historischer Schulbibliotheken noch ganz am Anfang steht. […] Eine Vielzahl der Autorinnen und Autoren in diesem Tagungsband spricht sich für die systematische Erschließung und Erforschung von Provenienzen sowie für die Rekonstruktion historischer Schulbibliotheken auf der Grundlage von Katalogen, Akzessionsjournalen oder Anzeigen von Neuanschaffungen in Schulprogrammen aus. Diese Arbeiten sind zeitaufwändig und nur mit zusätzlichem Personal zu stemmen […]. Auch in dieser Hinsicht sind sicherlich Einzelstudien hilfreich, um komparatistische Studien anzuregen. Doch es bedarf eines exponentiellen Zuwachses an Wissen, der nur in großen Erschließungs- und Forschungsprojekten erarbeitet werden könnte. Dafür müssten lokale Bibliothekslandschaften identifiziert werden, die sowohl über eine exzellente Überlieferung materiell reichhaltiger Bestände und Kataloge von Schulbibliotheken als auch über aussagekräftige Quellen zur lokalen Bildungs- und Schulgeschichte verfügen. […] Letzlich wäre schon viel gewonnen, wenn historische Schulbibliotheken, ihre Geschichte und ihre Bestände überhaupt in bildungs-, wissens-, kultur- und bibliothekswissenschaftlichen Forschungen berücksichtigt und nicht weiter marginalisiert würden. […]11

Diesen Artikel zitieren: Felicitas Noeske, "Historische Schulbibliotheken. Eine Annäherung," in bibliotheca.gym, 11/10/2021, https://histgymbib.hypotheses.org/11279. Anmerkungen
  1. Zur Tagung siehe bibliotheca.gym: Von Bibliothekslandschaft, Bildersaal und Schatzkiste, 2017
  2. Klosterberg, XI
  3. Klosterberg, VII: Zitat Axel E. Walter, Schulbibliotheken im Kontext der frühneuzeitlichen Bibliothekslandschaften, S. 5
  4. Klosterberg, VII–XXV
  5. Klosterberg, XIV
  6. Stefan Ehrenpreis: Frühneuzeitliche Schulbibliotheken und ihre Bildungsfunktion. Sebastian Schmideler: Bildersaal, Kinderbibliothek, Denklehrzimmer. Imaginierte Räume der Anschauung der Kinder- und Jugendliteratur im Kontext der Ralienpädagogik der Frühen Neuzeit, S. 39–49; Klosterberg, XV–XVI
  7. Klosterberg, XVI–XVIII
  8. Klosterberg, XIX
  9. Klosterberg, XIX–XXII
  10. Klosterberg, XVI, XXIV
  11. Klosterberg, XXIV, XXV

Mushackes Deutscher Schul-Kalender 1978/79 online

Mushackes Deutscher Schul-Kalender erschien seit dem 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg in zahlreichen Jahrgängen. Diese in zweijährigem Turnus in zwei Abteilungen herausgegebenen Publikationen enthielten Aufstellungen alle Gymnasien, Realgymnasien und Realschulen, namentlich aufgeführt sind Direktoren und Lehrer sowie im Anhang die Zusammenstellung der Artikeltitel und -autoren aus Schulprogrammen nebst Registern, in der jeweils ersten Abteilung findet sich statistisches Material zur Finanzierung der Schulen, Besoldung der Lehrer, Wohngeldzuschüsse etc.

Die für die Erforschung von Schulbildung und dessen Personal im 19. Jahrhundert nützlichen Publikationen werden unterdessen zunehmend als Digitalisate angeboten, Beispiel die Ausgaben 27. und 28. Jahrgang, jeweils zweiter Teil 1878/1879

27. Jahrgang, zweiter Theil,  erste Abtheilung (I)  (Digitalisat via google books)

28. Jahrgang, zweiter Theil,  zweite Abtheilung (II)  (Digitalisat BSB München)

Weitere digitalisierte Ausgaben bietet die BSB in ihrem OpacPlus an. Es lohnt sich unter Umständen auch, in den Beständen einzelner Gymnasialbibliotheken mal nachzuschauen, man kann da fündig werden!1

Als Herausgeber der Schul-Kalender wird von Bibliotheken der Name Eduard Mushacke genannt, der Name taucht überdies im Kontext weiterer Schriften zur Schulverwaltung, zu Prüfungen und Personalentwicklung des deutschen Schulwesens auf.

Biographisches ist auf die Schnelle (heißt: am Computer) nicht zu ermitteln. Ein Eduard Mushacke geistert gelegentlich als Sohn bzw. als Vater von einem (mit Zahlendreher sowohl 1854 als auch 1845) geborenen Hermann durch die Publikationen zu Nietzsche2,  als Freund Max Stirners mal der eine, mal der andere, unterschiedlich verzeichnete Sterbedaten scheinen auch nicht passen zu wollen, und wer wessen Vater bzw. Sohn gewesen sei, bleibt ebenfalls unentschieden.   Mit Schule hatten  diese Mushackes offenbar zu tun; die Deutsche Biographie kennt noch einen weiteren Lehrer und Schriftsteller Bernhard Heinrich Mushacke (1839-?), die DNB weitere Mushackes, durchweg Lehrer, zu Eduard fällt ihr nichts ein. Drolliger Datensalat: Wer genau war der Schulschriften-Eduard und wann hat er wohl gelebt?

Anmerkungen
  1. Ich fand z. B. im Katalog der Bibliothek des Christianeums  Ausgaben  25. Jg. Teil 2, Teubner Leipzig 1876 und Jg. 28 Teil 2 1879   Sign. C 209/2.
  2. Bernd A. Lask: Dissident geblieben.  Wie Marx und Nietzsche ihren Kollegen Max Stirner verdrängten und warum er sie geistig überlebt hat. Ein Versuch über philosophische Konsequenz in der Aufklärung. In: Die Zeit 5/2000.

Dante Alighieri in der Staatsbibliothek zu Berlin

Eine Reise durch zehn Himmelssphären. Dante Alighieri in der Staatsbibliothek zu Berlin. Spurensuche und Recherchewege

Falk Eisermann schreibt uns dazu in einer Rundmail:

Zum heutigen 700. Todestag Dante Alighieris wird in diesen Minuten die virtuelle Ausstellung „Eine Reise durch zehn Himmelssphären“ der Berliner Staatsbibliothek gelauncht: https://blog.sbb.berlin/dante-2021/. Der Untertitel „Spurensuche und Recherchewege“ weist darauf hin, dass neben vielen bedeutenden Exponaten, die in Texten, Bildern und Videos vorgestellt werden, auch verschiedene von der SBB und anderen Einrichtungen bereitgestellten elektronischen Auskunftsmittel behandelt und erläutert werden. Ich freue mich besonders, dass in der „dritten Himmelssphäre“ einerseits die Dante-Inkunabeln der SBB vorgestellt werden, zum andern ein recht detailliertes Video-Tutorial zu den Recherchemöglichkeiten und -strategien in der GW-Datenbank angeboten wird, das – über das Thema Dante hinaus – vielleicht für manche/n von Ihnen von Interesse sein kann.

Beitragsbild

Bildnis des Dante Alighieri. Tobias Stimmer (zugeschrieben), Formschneider. 1575/1577. Staatsbibliothek zu Berlin

„Kulturelle Überlieferung kooperativ organisieren“

Michael Knoche: Kulturelle Überlieferung kooperativ organisieren, in: Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn, 16. August 2021, URL:https://biblio.hypotheses.org/2613. Aufgerufen 16. August 2021

„Die deutschen wissenschaftlichen Bibliotheken sind dabei, ihre Bestände radikal umzuschichten. Bücher werden in großem Maße zugunsten von elektronischen Medien ausgetauscht.“[…] Die These sei, „dass es sich bei der kulturellen Überlieferung um keine konservative Tätigkeit, sondern um eine zukunftsgerichtete, gesellschaftlich notwendige Aufgabe handelt. Sie sei nur lösbar, wenn sie kooperativ und innovativ angegangen werde.“ […]  Überlieferung, so Knoche, sei „ein Thema, das nicht in fünf Jahren abzuhaken ist, sondern langen Atem und gute Steuerung braucht.“[…]

Beitragsbild

Wimborne Minster: the chained library. Foto: Chris Downer, 2013 (Quelle + Lizenz)

Festschriften des Christianeums von 1938 und 1988

Königliches Academisches Gymnasium zu Altona. Kupferstich von Barbara Helena Oeding, 1744 (Archiv des Christianeums)

Bei digishelf sind die Digitalisate der Festschriften des Christianeums, Hamburg, gegründet 1738 in Altona als Academisches Gymnasium, aus den Jahren 1938 und 1988 abrufbar.  In lesbares Format bringt man die einzelnen .png-Bilder mit dem Schieberegler im Viewer rechts oben, herunterladen lassen sie sich in Briefmarkengröße. Ein Download als Pdf wird angeboten, scheint aber noch nicht eingerichtet, oder die Umwandlung der .png-Formate ins Druckformat ist für (m)einen Feldwaldwiesen-Laptop zu schwer.

200 Jahre Christianeum 1738–1938. Mit der Herausgabe beauftragt: Studienrat Heinz Schröder. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 1938   (Inhaltsverzeichnis)   

Die Festschrift von 1938 enthält  eine Darstellung zur Geschichte der alten Bibliothek (S. 121ff.)  sowie im Anhang die Aufstellung der bis dahin erschienenen „Schriften zur Geschichte des Christianeums“, beginnend 1744 (S.309f.). Ein bibliographisch wichtiges „Verzeichnis der wissenschaftlichen Abhandlungen, die in Verbindung mit Einladungsschriften, Jahresberichten und Festschriften des Christianeums seit 1828 erschienen sind“ (S. 307f.)  führt die bislang einmalige Edition 1898  einer Pergamenthandschrift  an, eines Niederdeutschen Gebetbuchs, abgefasst um 1500,  aus dem Bestand der Bibliothek des Christianeums. Statistiken, Verzeichnisse und Fotos stellen mit den Artikeln zur Schule eine exzellente Quelle zur Geschichte dieses Gymnasiums dar. — Neben dem Foto einer „Büste des Führers in der Aula des Christianeums“ , das ganzseitig im „Zum-Geleit“-Wort des Senators Karl Witt  abgebildet wurde,  gibt es in dem Band nur ganz wenige Verweise auf die „Bewegung Adolf Hitlers“ (S.35). Das Foto mit der Büste, die seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen ist,  wurde im Digitalisat abgedeckt, die nebenstehende Seite mit großen Worten zur „nationalsozialistischen  Schulreform dieses Jahres“ fehlt .

• 250 Jahre Christianeum 1738–1988. Herausgegeben von Ulf Andersen im Namen des Vereins der Freunde des Christianeums. 4 Bände. ©Verein der Freunde des Christianums e. V., Clausen & Bosse, Leck 1988

Die Festschrift zum Jubiläumsjahr 1988, „250 Jahre Christianeum 1738-1988“,  erschien in insgesamt vier Bänden im Taschenbuchformat in einem Schuber. Drei Bände wurden digitalisiert:

Band 1: Festschrift. Herausgegeben von Ulf Andersen im Namen des Vereins der Freunde des Christianeums. Clausen & Bosse, Leck 1988 (Inhaltsverzeichnis)

Band 2: Kostbarkeiten der Bibliothek. Herausgegeben von Ulf Andersen im Namen des Vereins der Freunde des Christianeums. Clausen & Bosse, Leck 1988 (Inhaltsverzeichnis Seiten 5, 6)

Sonderband: Festwoche. Berichte – Fotos – Reden. Mitteilungsblatt des Vereins der Freunde des Christianeums in Verbindung mit der Vereinigung ehemaliger Christianeer.  Clausen & Bosse, Leck 1988 (Inhaltsverzeichnis)

Zum Jubiläum war im Schuber noch folgender Band (nicht digitalisiert) erschienen:

– Katalog: Des Königs Schule spricht Latein. Herausgegeben vom Altonaer Museum. Katalog zur Ausstellung. ©Altonaer Museum, Hamburg. Clausen & Bosse, Leck 1988

Eine ebenfalls im Schuber in einem passenden Passepartout mitgelieferte Kassette Musik am Christianeum ließ sich, wenn man wollte, nachträglich durch den Sonderband ersetzen.

***

Aus dem Bestand des Christianeums werden neben Druckwerken aus der historischen Bibliothek weitere Schularchivalien, wie z. B. alte Zeugnisbücher u.a., digitalisiert.  Auf der Homepage wird über das Projekt berichtet.

„Die Welt des Boudewijn Büch“

Michael Knoche: Die Welt des Boudewijn Büch, in: Aus der Forschungs­bibliothek Krekelborn, 9. August 2021, URL:https://biblio.hypotheses.org/2552. Aufgerufen 10. August 2021

Carl Spitzweg: Der Bücherwurm, um 1850

Michael Knoche, von 1991  bis 2016  Leiter der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar, erzählt in diesem Artikel von einer Begegnung mit einem ihm bis dahin unbekannten Niederländer namens Boudewijn Büch nach Dienstschluss in der berühmten Bibliothek, er erzählt aus seiner Sicht als verantwortungsbewusster Leiter.  Knoche schildert, wie ihn die Situation irritierte, er zunächst nach Worten und dann die Contenance zu wahren  suchte.    Der Niederländer habe,  so Knoche Jahrzehnte später, eine „weiche Stelle” bei ihm getroffen. An das Datum der Begegnung  erinnert er sich genau:  der 14. Mai 1997. 

Der Artikel präsentiert  dazu ein Video, ebenfalls aus dem Jahr 1997,  das der Besucher, unterwegs mit einem Kameramann, aufzeichnen ließ, und man ahnt, was Knoches „weiche Stelle“ gewesen sein könnte.

Der Artikel erscheint als Nummer 2 in einer  mit dem schönen Titel versehenen Serie Auf schwankender Bibliotheksleiter, auch der erste Artikel der Reihe, ebenfalls über einen denkwürdigen Besuch, ist überaus lesenswert, so wie übrigens Knoches Blog Aus der Forschungsbibliothek Krekelborn insgesamt immer wieder erhellend ist (wer kennt schon Bühne Krekelborn?:-).

Katalog Der Gymnasial-Bibliothek Wolfenbüttel

Katalog der Gymnasial-Bibliothek sowie der Klassenbibliotheken von Prima und Secunda des Herzogl. Gymnasiums zu Wolfenbüttel. Zusammengestellt von Hermann Lentz. Wolfenbüttel 1885.

(Digitalisat der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)

Der Katalog stammt aus dem Besitz des Otto von Heinemann (1824–1904), Historiker und Bibliothekar sowie von 1868 bis 1904 Direktor der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel.

(Dank an kg für den Hinweis)