Hírolvasó

Advent 2021.4

Gymnasialbibliotheken und -archive -

4. Dezember

Adam Lonitzer: Kreuterbuch (1604)

Der deutsche Naturforscher und Arzt Adam Lonitzer (1528-1586) schloss bereits mit 17 Jahren sein Studium der Philosophie und Medizin ab und wurde 1553 in Frankfurt am Main promoviert. Sein 1557 erschienenes Kräuterbuch erreichte bis 1783 über 20 Auflagen. Die Beschreibungen der Kräuter und ihrer heilenden Wirkung sind illustriert durch handkolorierte Abbildungen. Im Schlussteil des Buches werden auch Tiere beschrieben, die für die Medizin relevant sind. Dort wird auch das Einhorn unter den real existierenden Lebewesen aufgeführt. Dessen Horn, so heißt es im Text, „ist ein köstliche Artzeney wider alles Gifft, und auch wider gifftige bissz der wütenden Hundt. Item wider die schwere fallende Kräncke“ (= Epilepsie).

( Bibliothek der Hermann-Tast-Schule, Husum)

Direktoren- und Lehrerporträts

Gymnasialbibliotheken und -archive -

In Archivalia stellt Klaus Graf die Frage nach  “Ahnensälen” mit Lehrerporträts, entsprechend zum Beispiel der Tübinger Professorengalerie. Florian Dirks kommentiert in die richtige Richtung: den verstärkten Gebrauch der Fotokamera seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert, der gemalte Porträts zunehmend ersetzte.

*** Johann Heinrich von Seelen (1687-1762), Direktor des Katharineums in Lübeck 1718-1762; Epitaph in der Katharinenkirche, Lübeck (Quelle+Lizenz)

Porträts wurden in der Malerei in Auftrag gegeben und mussten bezahlt werden. Die Bezüge von Schulllehrern und Professoren im 17. und 18. Jahrhundert reichten dafür nicht, was nicht heißt, dass nicht solche Porträts entstanden.  Wirkten die Professores auch als Honoratioren der Stadt oder als Amtsträger in der Kirche, sind sie gelegentlich im Epitaph oder in einem Rathaus im Bild überliefert. Waren sie familär vermögend oder verfügten über andere dienstliche oder private Geldquellen, konnten sie ein Porträt in Auftrag geben, das dann aber durchweg für weitere Generationen bei den Familien verblieb. Die Professoren höherer Lehranstalten waren bis ins 19. Jahrhundert Gelehrte, im 17. und 18. Jahrhundert auch Universalgelehrte. Im 18. Jahrhundert finden sie sich manchmal in den Buchbeständen als Frontispiz in einem ihrer Werke.1

Friedrich Peters-Weber: Richard Arnoldt (1845-1919), Direktor des Christianeums zu Altona 1894-1910. (Christianeum, Hamburg)

Das Christianeum in Hamburg erhielt 1999 das Gemälde von Richard Arnoldt (1845–1910), Direktor des Christianeums von 1894 bis 1910. Gemalt hatte es der bekannte Altonaer Maler Friedrich Peters-Weber (1872–1916). Das Porträt (Öl auf Leinwand, 77,5×64 cm) kam aus Portugal und wurde von der Enkelin und der Urenkelin Arnoldts der Schule übereignet.2

Im Archiv des Christianeums in Hamburg findet sich eine Fotomontage: kleine Medaillons von Lehrerfotos, arrangiert um ein erklärendes Schildchen mit dem Direktor darüber in der Mitte, wurden auf ein Blatt geklebt, das anschließend auf ein Papier der beauftragten Fotografieranstalt gelegt und solchermaßen reproduziert wurde. Es zeigt keine Beschriftung mit Namen, war also als ein reines Erinnerungsstück zeitgenössisch in Auftrag gegeben worden.  Das digitalisierte Fotoarchiv enthält überdies eine bearbeitete Fassung, in der namentliche Zuordnungen, zum Teil mit Fragezeichen, angesetzt wurden; Quelle für die Zuordnungen sind die zahlreichen im Archiv erhaltenen Klassenfotos mit ihren jeweiligen Lehrer, ebenso wie Kollegiumsfotos aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.3

*** Gang mit der Rektorengalerie, Landesschule Pforta (Quelle+Lizenz)

Rektorengalerien  sind in Schulen aller Wahrscheinlichkeit nach sehr selten. Bekannt ist mir bislang nur, dass die berühmte Landesschule Pforta einen Gang als Rektorengalerie ausgestattet hat; gezeigt werden gerahmte fotografische Farbreproduktionen von Gemälden, vermutlich Ausschnitten, eine reiche Galerie.

Heute finden sich Kollegiumsfotos auf Schulhomepages, gelegentlich auch Tafeln mit Lehrerfotos des aktuell amtierenden Kollegiums, namentlich versehen, als Orientierung für Schüler und Eltern in Foyers oder vor Lehrerzimmern der Schulen; per Photoshop ließen sich daraus kleine Gemäldegalerien generieren.

Anmerkungen
  1. Diese Kupferstiche wurden nach Vorlagen, nicht nach den lebenden Personen gefertigt. Beispiel sei hier der Kupferstich des Georg Christian Matern de Cilano, der postum erschien und eine Wachsbüste nach einem Lebendabguss zum Vorbild hatte; die Büste ist nach 1938 verschollen, es existiert nur eine Postkarte aus den 1930er Jahren, die eine Fotografie der Büste zeigt.
  2. Gunter Hirt: Richard Arnoldt–Direktor des Christianeums 1894–1910. Skizzen einer Erkundung. In: Christianeum, hrsg. vom Verein der Freunde des Christianeums e. V. und der Vereinigung ehemaliger Christianeer V.e.C., Heft 2, Dezember 2005, Hamburg 2005. S. 53–62. Ein weiteres Gemälde eines Direktors des Christianeums, Johann Hans Cord Eggers (1780–1850; Direktor 1826 –1850) unbekannter Provenienz konnte vor Jahren aus dem Internet ermittelt werden. (Archivlink der früheren Version der Christianeumshomepage: Herrschaften)
  3. Homepage des Christianeums: Archiv des Christianeums

Advent 2021.3

Gymnasialbibliotheken und -archive -

3. Dezember

Breviarium, Pergament/ Papier, 577 Bl. (Bl. 10-517 auf Pergament), 11 x 8,3 cm, vmtl. 13. und 15. Jh. Bl. 49r (Bielefeld Gy O 1).

Beginn des Psalms 80 aus dem Brevier (11 x 8,3 cm) des Diakons Volckmar Schoppe aus dem ehemaligen Zisterzienserkloster Reifenstein im Eichsfeld. Die älteste (vmtl. aus dem 13. Jahrhundert mit Ergänzungen aus dem 15. Jahrhundert) und größtenteils auf Pergament geschriebene Handschrift des Ratsgymnasiums Bielefeld enthält auf ihren 577 Blättern neben Lesungen zu den Sonn-, Feier- und Heiligentagen ein Kalendarium, Hymnen und die jeweils stark gekürzten 150 Psalmen. Rote und blaue Initialen sowie zierlich verschnörkeltes Fleuronné an den Spalten haben bis heute ihre Leuchtkraft erhalten.

Literatur
Hinz, U. (1999): Handschriftencensus Westfalen. Wiesbaden. S. 5.
Raab, K. (1958): Mittelalterliche Handschriften in der Bielefelder Gymnasialbibliothek. In: [o. Hrsg.]: Festschrift zum 400-jährigen Jubiläum des Staatlich-Städtischen Gymnasiums zu Bielefeld. Vom 24.–27. Juli 1958. Bielefeld. S. 237–250, hier S. 239 f.

Családkutatók találkozóján, Kecskeméten (2021.11.29.)

Kalocsai Főegyházmegyei Levéltár -

Családfakutatás az egyházi levéltárakban - források, szolgáltatások, adatbázisok címmel tartott találkozót a Bács-Kiskun megyei családfakutató csoport Kecskeméten, 2021. november 29-én. A program szervezője a csoport koordinátora, Végső István volt, a rendezvénynek a Kecskeméti Református Egyházközség Könyvtára és Levéltára adott helyet. A konferencián a Duna-Tisza közének református és katolikus forrásait őrző levéltárak munkatársai tartottak előadásokat, s a kérdéseket-beszélgetéséeket követően levéltárlátogatásra is lehetőség nyílt a református Ókollégium patinás épületében.
Lakatos Andor levéltárvezető (KFL) előadásában az egyházi és az állami anyakönyvek fogalmának, szerepének és adattartalmának különbözőségeit ismertette, majd a család- és helytörténeti kutatások szoros kapcsolatáról, az e-kutatás szolgáltatás topográfiai felépítéséről és az adatbázisok szerepéről-lehetőségeiről beszélt, az előadás vázlatát elérhetővé tesszük honlapunkon.

Hírek: 

Advent 2021.2

Gymnasialbibliotheken und -archive -

2. Dezember

Weinmann, Johann Wilhelm: Phytanthoza-Iconographia, Sive Conspectus Aliquot millium, tam Indigenarum quam Exoticarum, ex quatuor mundi partibus, longâ annorum serie indefessoque studio, à Joanne Guilielmo Weinmanno, Dicasterii Ratisbonensis Assessore & Pharmacopola Seniore collectarum Plantarum, Arborum, Fructicum, Florum Fructuum, Fungorum. &c. = Phytanthoza-Iconographia, Oder Eigentliche Vorstellung Etlicher Tausend, so-wohl Einheimisch- als Ausländischer, aus allen vier Welt-Theilen, in Verlauf vieler Jahre, mit unermüdetem Fleiß von Johann Wilhelm Weinmann, […] Ehrlöbl. Statt-Gerichts-assessore und ältesten Apotheckern in Regenspurg gesammleter Pflantzen, Bäume, Stauden, Kräuter, Blumen, Früchten und Schwämme etc. / Quæ Nitidissime æri incisæ & simul diu desiderata ac recens inventa arte, vivis coloribus & iconibus, naturæ æmulis, excusæ & repræsentatæ Per Bartholomæum Seuterum, Joannem Eliam Ridingerum Et Joannem Jacobum Haidium Pictores & Chalcographos Augustanos. Quorum Denominationes, Characteres, Genera, Species & Descriptiones ex optimis […] auctoribus, ordine ac serie alphabetica cum probatissimo usu medico , pharmaceutico, chirurgico ac oeconomico, Latine et Germanico idiomate sincere explicantur à D. Joanne Georgio Nicolao Dieterico, Sacræ Cæsareæ ac Regiæ Catholicæ Majest. Consiliario […] Principis de Furstenberg-Stülingen Medico ordinario ac Reipublicæ Ratisbonensis Physico. – Augsburg : Seuter, Ridinger & Haid
Ex.: CAG Einzelsignatur
1. 1737. – [4] Bl., S. 3 – 200, [275] Bl. : Frontisp. (Kupferst.), 1 Portr. (Kupferst.), 275 Ill. (Kupferst.)


(Bibliotheca domus presbyterorum Gaesdonck, Goch)

Advent 2021.1

Gymnasialbibliotheken und -archive -

1. Dezember

Es handelt sich um ein Album der Impfpflichtigen, das im Jahr 1875 angelegt wurde. Darin finden sich aber auch noch historisch deutlich jüngere Archivalien, wie beispielsweise Aufforderungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, die schulpflichtigen Kinder impfen zu lassen. Bürokratisch ging es schon damals zu: so finden sich beispielsweise Verfahrensweisen und Widerspruchsformulare für den Fall, dass man seine Kinder nicht impfen lassen wollte.

(Bibliothek des Kaiser- Karls-Gymnasiums, Aachen)

Advent 2021.0

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Das #Netzwerk Historische Schulbibliotheken hat (nach erstem Versuch 2020) auch in diesem Jahr einen Adventskalender vorbereitet, der ab morgen, den 1. Dezember, bis Heiligabend bei bibliotheca.gym durch die Tage führen wird. Diesmal ist es ein Bilderbuch geworden, zusammengetragen von den #Netzwerk-Teilnehmern aus den von ihnen jeweils betreuten Schulbibliotheken mit historischen Buchbeständen; die Angaben zu den Bildern stammen aus den Schulbibliotheken. Allen Leserinnen und Lesern unseres Kalenders wünschen wir – soweit unsere kuriose Zeit das zulässt – eine unbeschwerte und gesunde Adventszeit!

YOUNG DIGITAL TREASURES: Multimedia-Contest

International Centre for Archival Research (ICARUS) -

Die Partner des European Digital Treasures Projektes rufen zur Teilnahme am Multimedia-Contest „Young Digital Treasures“ auf! Du möchtest co-Autor einer online Ausstellung Europäischer Archive sein? Du möchtest an einem internationalen Sommer Camp in Ungarn teilnehmen? Du bist SchülerIn und zwischen 15 und 18 Jahre alt? Anmeldefrist: 01.10.2021 – 14.01.2022! Alle Infos zur Teilnahme finden sich hier: https://www.youngdigitaltreasures.com/ https://www.digitaltreasures.eu/…/young-digital-treasures/ […]

Historische Bibliothek des Gymnasiums Arnoldinum, Steinfurt

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Die Historische Bibliothek des Gymnasiums Arnoldinum in Steinfurt stellet sich auf der Schulhomepage vor, in Text und Bild sowie mit einem erklärenden Video:

Gymnasium Arnoldinum: Historische Bibliothek

Zur Sammlung siehe auch:

Fabian Handbuch der Historischen Buchbestände

• Hermann Nikolaus Funck: Nachricht von der Bibliothek des Akademischen Gymnasii zu Burg-Steinfurt Teil 1 (1774)

(Mit Dank an kg  für den Hinweis)

Ständige Ausstellung der Lateinschulbibliothek in Joachimsthal (Böhmen)

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Via Archivalia:

„Wie man eine historische Schulbibliothek aus dem 15. Jahrhundert als Tourismus-Attraktion nutzt, demonstriert die ehemalige böhmische Bergstadt Joachimsthal (Jáchymov). In einem stimmungsvollen alten Gewölbe, dem Renaissancekeller des Rathauses, werden seit Januar 2020 die Bücher und weitere Exponate präsentiert. […] Eine ganze Reihe tschechischer Medien berichteten über das mit EU-Unterstützung finanzierte ungewöhnliche Museum. […] Spiritus Rector der Bibliothek war der Reformator Johannes Mathesius (1504-1565), ab 1532 Rektor der Lateinschule. Nach seinem Tod wurde sie kaum erweitert, 1625 zusammen mit der Schule geschlossen und erst 1871 auf dem Dachboden des Rathauses wiederentdeckt. Erhalten sind fünf Handschriften und 227 Bände mit Drucken, ein vergleichsweise kleines, aber exquisites Ensemble. […]“

Klaus Graf urteilt so:

„Anders als in Deutschland hat man die große kulturelle Bedeutung einer historischen Schulbibliothek begriffen!“

Neue Beobachtungen zu Telemanns Wirken in Altona

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte (ZHG), Band 107. Herausgegeben vom Verein für Hamburgische Geschichte, Hamburg 2021

Herausgeberangaben zur Jahresschrift des VHG mit Inhaltsverzeichnis der ZHG 107 (2021)

Die druckfrische Jahresschrift wird den Vereinsmitgliedern in einer Veranstaltung präsentiert, die Aufsätze werden von Erstlesern vorgestellt. Ich hatte die Freude, das Publikum in diesem Jahr in den Aufsatz von Matthias Bollmeyer (Jever, derzeit Landesbibliothek Oldenburg) einführen zu dürfen, jedoch musste die Präsentation am Mittwoch, dem 24. November 2021, im Museum für Hamburgische Geschichte covidbedingt vom Vereinsvorstand abgesagt werden.

Meinen Redetext veröffentliche ich deshalb unverändert hier und nutze die Möglichkeit, ihn um ein paar weitergehende Überlegungen zu ergänzen, auf die ich in den maximal 10 Minuten Redezeit nicht hätte eingehen können.

***

Matthias Bollmeyer: Neue Beobachtungen zu Georg Philipp Telemanns Wirken am Akademischen Gymnasium der Stadt Altona anlässlich der Dreihundertjahrfeier der Regentschaft des Hauses Oldenburg im Königreich Dänemark

Der Aufsatz von Matthias Bollmeyer untersucht den Gelegenheitsdruck einer Ode aus dem 18. Jahrhundert.

Kasualdrucke waren zweckgebunden, so zum Beispiel als Veranstaltungsprogramm, ausgehändigt an geladene Gäste. Gelegentlich wurden solche Programme auch nach besonderen Gottesdiensten den Besuchern vor der Kirche zum Erwerb angeboten. Gelegenheitsdrucke dieser Art überlebten in der Regel nicht. Sie landeten in privater Hand, nur wenige sind erhalten, und wenn, dann meist in Nachlässen.

In einem solchen Nachlass des 18. Jahrhunderts Oldenburger Provenienz fand sich in der Landesbibliothek ein dort bislang unbeachteter Druck einer Oratio mit anhängender lateinischen Ode von 1749. Der Druck selbst kam indes aus Altona, genauer: aus dem Christianeum, verfasst von Paul Christian Henrici, geboren 1715 in Stralsund und von 1741 bis zu seinem Tod 1794 als Professor der Sprachen und der Beredsamkeit am Christianeum in Altona tätig. Anlass für Oratio und Ode war ein Fest in Oldenburg im Jahr 1749, mit dem die Stadt die dreihundert Jahre der Regentschaft des Hauses Oldenburg in Dänemark mehrere Tage lang feierte, und das Christianeum feierte in Altona mit.

Seit 1449 stammten die Könige von Dänemark aus dem Hause Oldenburg, und waren seither die Grafen von Oldenburg und Delmenhorst. Und sie waren zugleich die Herzöge von Holstein. Altona war im 18. Jahrhundert dort bereits größte Stadt, mit einer 1738 gegründeten Hohen Schule, die 1744 mit großem Pomp die Namensgebung nach Christian VI. beging und fürderhin und bis heute als Christianeum firmierte.

Die Drucke, um die es in Bollmeyers Untersuchung geht, führen mitten hinein in das Altonaer Fest, das vom 28. bis 30. Oktober 1749 stattfand, und zwar in der Kirche, in der Schule und mit allerlei Lustbarkeiten auch in der Stadt.

Den Kontext des Oldenburger Drucks liefert der ausführliche Titel der Oratio: Das Haus Oldenburg wurde in Altona im Rahmen öffentlicher und nichtöffentlicher Säkularfeiern in einer Veranstaltung am 29. Oktober 1749 im Christianeum academicum vor geladenen Publikum gewürdigt. Angehängt fand sich der Druck einer Ode, der Titel ohne eigenes Impressum, aber mit dem Vermerk, das sie zur Musik Telemanns gesungen worden sei. In den Katalogen der Bibliotheken, die den Druck besitzen, ist dieser Anhang nicht eigens aufgeführt, die Ode ist aber in der Musikwissenschaft, insbesondere in der Telemannforschung, seit langem belegt und als ode saecularis in sechs Exemplaren nachgewiesen worden, der Druck in Oldenburg ist also der siebte.

Die Komposition Telemanns ist ebenfalls musikwissenschaftlich nachgewiesen, im Telemann-Werkverzeichnis aufgeführt und durch Quellen belegt. Die Komposition selbst gilt indes als verloren (so zuletzt 2019 laut Jürgen Neubacher, Hamburger Musikwissenschaftler, der das Altonaer Musikleben und die dortigen Spuren Telemanns gründlich erforscht hat und in unserem Aufsatz häufig referenziert wird). Altonas Musik- und Kulturleben war im Vergleich zu dem Hamburgs unterentwickelt. Georg Philipp Telemann, Hamburger Musikdirektor und Kantor des Johanneums, wurde in Altona häufiger verpflichtet, um sowohl für die Hauptkirche als auch fürs Christianeum zu musizieren.

Die Ode selbst wird für uns Leser interpretiert. Sie wird eingeleitet mit Bildern der Elbe, der strudelnden Wasser, ihrer Nymphen, Muscheln und Schnecken. Den dänischen Königen wird bildhaft gehuldigt, gefolgt vom Lobpreis des Hauses in Kopenhagen und andernorts. Die Ode ist in alkäischen Strophen verfasst, der bevorzugten Form des Horaz. Auf mich wirkt sie bildreich, aber jenseits barocker Inbrunst. Sie richtete sich an ein Publikum, das die klassischen Formen zu würdigen wusste und das es genoss, die Anspielungen auf die Antike erkennen zu können. Der Druck von Oratio mit Ode dürfte seinerzeit den geladenen Gästen zur Erinnerung als Souvenir ausgehändigt worden sein.

Die Niedersächsische Landesbibliothek hält einen weiteren Druck der Ode Henricis, der in der ZHG vollständig abgebildet ist. Allein der lateinische Titel unterscheidet sich deutlich von dem zuvor genannten: der Titel (Ode) nennt Kontext (die Jahrhundertfeier des Hauses Oldenburg) und Ort der Feier (das akademische Christianeum), den Autor (Henrici), die Druckerei  (ohne Druckort) und das Jahr des Drucks 1749 . Überdies steht der Hinweis auf die Veranstaltung im Futur (wird gefeiert werden) und dass die Ode „abzusingen sei“: decantanda; kein Hinweis auf Telemann und auf die Stadt Altona. Der Druck muss geraume Zeit vor der Veranstaltung produziert worden sein, also bevor der genaue Tag und Monat sowie der Komponist feststanden. Die Funktion des Drucks muss vorerst offen bleiben. Mir war noch die Drucktype der Ode aufgefallen, eine elegante Garamond-Kursive. Kursiven waren im 18. Jahrhundert beliebt bei einem das Ästhetische schätzenden Publikum. Der Druck fand sich im Nachlass eines 1850 verstorbenen britisch-hannoverschen Prinzen in Hannover. Dessen Großtante Louise, Prinzessin von Großbritannien, hatte im Dezember 1743 in Altona den dänischen Kronprinzen Friedrich geheiratet, Sohn und Nachfolger König Christians VI. Über Kopenhagen oder Großbritannien mag der Druck ins Erbe des Großneffen gekommen sein.

Matthias Bollmeyer fand noch zwei weitere Veröffentlichungen der Ode im Jahr 1749, und zwar in einer Zeitung in Regensburg. Die erste aus einer Beilage der Zeitung berichtet über die Feierlichkeiten in Kopenhagen und Oldenburg, Altona wird dabei nicht erwähnt, sondern, den Abdruck der Ode einleitend, wird nur gesagt, dass „der wohlbekannte Prof. Henrici, an dem Gymnasio zu Altona, folgende schöne Ode geschrieben“ habe. Erst in der zweiten Nachricht der Regensburger Zeitung im November 1749 findet sich neben dem Abdruck der Ode eine ausführliche Beschreibung der dreitägigen Altonaer Festlichkeiten, der Zeitungsbericht wird dankenswerterweise vollständig zitiert. Er enthält neben einleitenden Sätzen des Regensburger Redakteurs den Bericht eines Altonaer Beobachters, der die Veranstaltung genau beschreibt: vier öffentliche Predigten am 28. Oktober in der Hauptkirche einschließlich der jeweils themengebenden Psalmen, die Veranstaltung mit Oratio Henricis und musikalischem Vortrag seiner Ode im Christianeum am 29. Oktober (ohne Erwähnung Telemanns), desselbigen Abends allerlei öffentliche und private Festivitäten in der Stadt, und am 30. Oktober Vorträge von Schülern mit recht genauen Hinweisen auf die Inhalte dieser Darbietungen.

Der zitierte Zeitungsbericht veranlasste mich, in der Bibliothek des Christianeums Einblick zu nehmen in die Opuscula collecta professorum. In den Opuscula hat die Schule zwischen 1738 und 1827 ihre Geschichte ausschließlich in gesammelten Gelegenheitsdrucken dokumentiert, ca. 10 dicke Bände. (In der Bibliothek und im Archiv des Christianeums finden sich übrigens keine Zeugnisse von Telemann, auch die Ode gibt’s dort nicht, Jürgen Neubacher hatte vor Jahren längst alles durchforstet.) Was mich interessierte, waren vielmehr die in der Zeitung ausführlich beschriebenen anderen beiden Tage, also der 28. und der 30. Oktober – und die sind in den Opuscula in der Tat in Kasualdrucken dokumentiert, die den Augenzeugenbericht stützen. Der 29. Oktober fehlt. Die Abbildung der Ode Henricis nebst deren Untersuchung mit Regensburger Bericht und die Oratio (ein Digitalisat wäre wünschenswert) machen das Bild der feierlichen dreitägigen Veranstaltung in Altona komplett – ein missing link, eine Lücke in der Geschichtsschreibung des Christianeums ist nunmehr geschlossen.

*** Ergänzende Überlegungen

Durch Bollmeyers Korrektur der Datierung von Oratio und Ode Henricis auf den 29. Oktober 1749 – in der Telemann-Forschung war bislang für die Ode der 28. Oktober 1749 angegeben – ließ sich die dreitägige Veranstaltung anhand der Opuscula rekonstruieren.1

Die Feiertage

Der erste Tag, der 28. Oktober, war durch vier Gottesdienste in der Altonaer Hauptkirche ausgefüllt. Die nebenstehende Abbildung zeigt das Titelblatt des auf drei Blättern insgesamt sechsseitigen Programms der „feyerlichen Jubel-Predigt”, aufgeführt „unter dem allgemeinen Frohlocken der Völker”. Es handelte sich um die zweite Predigt, den Hauptgottesdienst an diesem Tag. Das zugehörige Programm zum „Dritten Jubelfeste”2 ist in deutscher Sprache herausgegeben, das heißt, dass neben den gelehrten Gästen auch die Altonaer Bürger angesprochen werden sollten. Der Titel wurde mit den übrigen drei Blättern am Rücken mit einem Streifen Buntpapier verklebt, der Druck wurde sehr wahrscheinlich den Besuchern des Gottesdienstes anschließend vor der Kirche zum Erwerb angeboten. Telemann musizierte in der Kirche nicht.

Am dritten Tag, dem 30. Oktober, fand die Jubelfeier wiederum in der Schule statt.3  In den Opuscula finden sich insgesamt vier Vorträge von Schülern, zwei Reden auf Latein, eine auf Deutsch sowie ein in deutscher Sprache verfasstes Lobgedicht, dazu auch ein Deckblatt in lateinischer Sprache, das Kontext, Ort und Datum der Veranstaltung nennt. Ein weiteres Einzelblatt in etwas kleinerem Format nennt auf Vorder- und Rückseite die vier Namen der Schüler, den Ort ihrer Herkunft – sie kamen aus Tondern, Buxtehude, Friedrichsort4 und aus Frankfurt an der Oder; laut Matrikeln des Christianeums waren sie zwischen 17 und 19 Jahre alt. Dazu wird jeweils eine kurze Zusammenfassung ihrer Darbietungen in lateinischer Sprache geliefert. Diese Blätter dürften an die geladenen Gäste verteilt worden sein. Im Bericht aus Altona, den die Regensburger Zeitung abdruckte, wird auf drei der Schülervorträge etwas genauer eingegangen – die Aussagen lassen sich als einfache Übersetzungen der lateinischen Abstracts lesen.

Festkonzept

Die Feier war mit geladenen Honoratioren der Stadt und auswärtigen Gästen zwar am zweiten Tag eine geschlossene Veranstaltung, zeigt jedoch sowohl in den vier öffentlichen Gottesdiensten mit Musik als auch am dritten Tag mit den ausgiebigen Schülerbeiträgen, dass für das Gymnasium academicum in Altona geworben werden sollte; das war auch dringend nötig. Die Schülerzahlen waren niedrig, kaum jemand aus Altona besuchte in den Jahren nach der Gründung der Hohen Schule 1738 das Gymnasium. Die wenigen Eleven waren älter, oft über 20 Jahre alt, und blieben nur kurz. Nach der pompösen Namensgebungsfeier für Christian VI. im Jahr 1744 (dafür hatte Telemann zwei Kompositionen geliefert) waren die Schülerzahlen zwar zunächst angestiegen, 1748 aber wieder auf einem Tiefpunkt angelangt. Grund dafür war, dass das Pädagogium abgetrennt vom Gymnasium geführt wurde und letzteres von Anfang an zur Universität ausgebaut werden sollte.5 Altona war im 18. Jahrhundert eine wohlhabende Handels- und Kaufmannsstadt, die Zunft- und Religionsfreiheit bot und keine Mauer hatte.6  Reiche Bürger ließen ihre Sprößlinge privat unterrichten oder schickten sie in private Lehreinrichtungen. Überdies könnte das jährlich wechselnde Direktorat negativ gewirkt haben.7 Die Stadt war auf Erwerb und Wohlstand ausgerichtet, die Bildung am Gymnasium academicum seit 1738 eher pietistisch.

Mitte des 18. Jahrhunderts gab es in Altona, immerhin nach Kopenhagen die zweitgrößte Stadt im dänisch-norwegischen Herrschaftsbereich, weder ein festehendes Orchester noch einen solchen Chor, kein Konzert- oder Singspielhaus; Kirche und Aula boten gelegentlich die Bühnen für musikalische Darbietungen.  Das, was wir heute unter Öffentlichkeits- einschließlich Pressearbeit verstehen, ist bei der dreitägigen Veranstaltung 1749 deutlich zu erkennen. Bereits vorab wurde auf die Veranstaltung offenbar per Anschreiben mit der Ode aufmerksam gemacht, es gab Anschläge, Programmhefte zum Geleit, zum Erwerb und zur Erinnerung für Besucher und Gäste, anschließend wurden Berichte mit Textdrucken vermutlich nicht nur nach Regensburg geschickt. Darin und auch in späteren Veranstaltungen, die das Gymnasium und seine Bibliothek zum Mittelpunkt geistigen und kulturellen Lebens machten, zeigen sich sich erste Spuren eines im Gymnasium academicum zu Altona 1749  noch nicht angesagten Zeitgeists und damit die Handschrift Paul Christian Henricis.

Wer war Paul Christian Henrici?

Bei der Lektüre des Aufsatzes von Matthias Bollmeyer stellte ich fest, dass ich nicht viel mehr über Henrici wusste als die dürren Daten, die der Verfasser in den einschlägigen Datenbanken gefunden hatte, wie zum Beispiel in der Deutschen Biographie. Dabei war mir sein Name in den Jahren, in denen ich die Bibliothek des Christianeums betreute, immer wieder begegnet. Ich wusste darüber hinaus nur, dass er ab 1749 bis zu seinem Tod im wechselnden Direktorat gewesen war; erst mit seinem Nachfolger wurde die Leitung eine ständige.8 Angesehen hatte ich lediglich mal vor Jahren eine seiner gedruckten Schriften in den Opuscula: seine lateinisch verfasste Beschreibung der großen Bibliothek. Deren Leitung hatte er 1771 übernommen, nachdem sein Kollege, der Universalgelehrte und Bibliothekar Georg Christian Matern de Cilano, in den Ruhestand gegangen war. Darin erwähnte Henrici insbesondere die exquisite Büchersammlung des Johann Peter Kohl, die dem Christianeum 1768 übereignet worden war. Aus dem ausführlichen Nachruf nach seinem Tod am 7. September 1794 in den Königl. privileg. Altonaer Adreß-Comtoir-Nachrichten  vom 10. Oktober 17949 wird das Leben eines gesellschaftlich, kulturell und politisch in Altona und darüber hinaus präsenten Mannes deutlich; eine dem Nachruf 1794 folgende biographische Darstellung fand ich bislang nicht.

Epilog

Historische Zeitschriften, Gebrauchsschriften, auch  Schulschriften (wie zum Beispiel die Schulprogramme)  – bis in die jüngere Gegenwart eine in Bibliothek, Archiv und von der Forschung eher vernachlässigte Veröffentlichungsform – kommen durch die Digitalisierung zunehmend ans Licht, werden in deren Zuge in den Katalogen erschlossen und wecken in jüngster Zeit auch das Interesse der Forschung. Paul Christian Henrici gewinnt in seinen zahlreichen Publikationen, meist Gebrauchsschriften, und in seinen Briefen an Kontur und mehr und mehr an Gestalt.10 

Matthias Bollmeyers Aufsatz stellt eine wertvolle Einzeluntersuchung dar, die direkt in den Bereich historischer Schulbibliotheken führt, von denen es landauf landab noch zahlreiche gibt. Hamburg hat zwei davon, im Johanneum und im Christianeum, und damit ein Alleinstellungsmerkmal in unserem Land. Einen Lehrstuhl für Historische Schulbibliotheken gibt es bislang an keiner Universität.

Anmerkungen Diesen Artikel zitieren: Felicitas Noeske, "Neue Beobachtungen zu Telemanns Wirken in Altona," in bibliotheca.gym, 24/11/2021, https://histgymbib.hypotheses.org/11495.

  1. Die Opuscula collecta professorum bestehen ausschließlich aus Gelegenheitsdrucken, entstanden zwischen 1738 und 1823, die chronologisch gesammelt und in ca. 5 cm hohen Stapeln in Halbpergament gebunden wurden, dem fürs 18. Jahrhundert typischen Christianeumseinband. Versammelt sind sowohl Schriften zum Lehrbetrieb und zum Schulleben, desgleichen aber auch alle kulturellen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Schule. Handschriftliche Dokumente jener Zeit befinden im Christianeumsarchiv.
  2. Die anderen beiden fanden in Oldenburg und in Kopenhagen statt; gleichwohl ist überliefert, dass auch in weiteren Orten im Herzogtum Holstein gefeiert worden sei.
  3. Der zweite Tag, der 29. Oktober, ist nicht dokumentiert, es fehlen die Drucke der Oratio und der von Telemann vertonten Ode.
  4. dem heutigen Friedrichsruh
  5. Die dänischen Könige waren auch Herzöge von Holstein, aber nicht von Gottorf. Das Herzogtum Gottorf bekamen sie erst Ende der 1760er Jahre und damit auch die alte Universität zu Kiel. Eine Universität in ihren deutschsprachigen Gebieten im Norden reichte den dänischen Herrschern offenbar aus. Das Christianeum blieb fürderhin eine Hohe Schule und das wichtigste Gymnasium im Herzogtum Holstein.
  6. Im 19. Jahrhundert war Altona an Hamburg herangewachsen; mit dem sogenannten Großhamburggesetz der nationalsozialistischen Stadtregierungen wurde Altona 1937 zum Bezirk Hamburgs erklärt.
  7. Die Matrikel des Christianeums zu Altona 1738–1850. Bearbeitet von Bernd Elsner. Beiträge zur Geschichte Hamburgs. Herausgegeben vom Verein für Hamburgische Geschichte Band 54, Hamburg 1998. Vorwort, S. 12 und S. 14
  8. Homepage des Christianeums, Archiv: Liste der Direktoren (Pdf)
  9. Bibliothek des Christianeums, Sign. P 3/1. Die Altonaer Adreß-Comtoir-Nachrichten, zwischen 1773 und 1854 erschienen, sind nur in wenigen Bibliotheken vorhanden, zudem oft nur in wenigen Jahrgängen (die weitaus umfangreichste Sammlung befindet sich in der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek). In allen Bibliotheken ist die Zeitung für die Benutzung gesperrt. Wenige Exemplare, meist nur die des 19. Jahrhunderts, werden als Mikrofilm angeboten. Die Bibliothek des Christianeums hält 22 Jahrgänge zwischen 1775 und 1838. Die einmal gefalzten Tagblätter wurden im Christianeum zeitnah jahrgangsweise gebunden, blieben dadurch geschützt und sind hervorragend erhalten.
  10. Sechs Briefe an den Schriftsteller Wilhelm von Gerstenberg (1736–1823), der am Christianeum Henricis Schüler gewesen war, sind unterdessen im Zuge der Digitalisierung der Gerstenbergiana in der BSB München online verfügbar; eine Anzahl an Gebrauchsschriften Henricis findet sich in der Deutschen Digitalen Bibliothek, ein eigenwilliges größeres Werk Henricis zur Literatur und Politik aus der Sicht eines Altonaers befindet sich im Bestand der Christianeumsbibliothek und ist bislang nirgendwo sonst nachgewiesen.

Magyar történeti kutatások a Vatikánban – Tusor Péter előadása az Eötvös Collegiumban

MTA-PPKE Fraknói Vilmos Római Történeti Kutatócsoport -

Magyar történeti kutatások a Vatikánban – Tusor Péter előadása az Eötvös Collegiumban Szerző Kanász Viktor Kanász Viktor 2021. 11. 23., k - 18:51 Hely Újkor.hu Indexkép Leírás

Fazekas István műhelyvezető korábbi meghívásának eleget téve tartott előadást az Eötvös Collegium Történész műhelyében 2021. november 10-én a Fraknói Kutatócsoport vezetője, Tusor Péter „Magyar történeti kutatások a Vatikánban” címmel.

Külső link Magyar történeti kutatások a Vatikánban – Tusor Péter előadása az Eötvös Colleg… Kulcsszavak Archivio Segreto Vaticano

ICARUS Lecture #3: Experiments with object & facial recognition on historic photos

International Centre for Archival Research (ICARUS) -

Am 17. November 2021 hielt Sven Lepa – Nationalarchiv Estland – die bereits dritte ICAURUS Online Lecture #3 und sprach über das faszinierende Thema “Experiments with object and facial recognition on historic photos of the National Archives of Estonia”. Zu Beginn gab Sven einen Einblick in die technische Entwicklung und die Resultate des in-house Projektes […]

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