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Im Film: die alte Bibliothek des Ratsgymnasiums Bielefeld

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Das Ratsgymnasium Bielefeld hat nicht nur eine tolle alte Bibliothek, sondern auch einen kleinen, sehr feinen Image-Film!

„Die alte Schulbibliothek“ – Link zum Film bei YouTube (4:40min)

Siehe auch:

Artikel im Fabian Handbuch der historischen Buchbestände
• Eine ältere Präsentation der Bibliothek auf der Schulhomepage

Beitragsbild

Foto: Andreas 06
(Quelle und Lizenz)

Holzmindener Bibel-Fragmente

Gymnasialbibliotheken und -archive -

Herzogliches Gymnasium Holzminden, um 1897 (Quelle und Lizenz)

Die Holzmindener Bibel-Fragmente sind verschollen. Die Inkunabel, in deren Deckel sich die Fragmente befanden, bevor man sie dort vermutlich herauslöste, ist ebenfalls nicht mehr nachweisbar.  Bruchstücke und Inkunabel befanden sich noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Bibliothek des Herzoglichen Gymnasiums Holzminden, heute das Campe-Gymnasium.

Die verschwundenen Fragmente nebst dem sie bewahrenden Wiegendruck stammten aus der Buchsammlung von Jakob Burckhard (1681 -1752), Hofrat und Bibliothekar in Wolfenbüttel.  1760 erwarb die Amelunxborner Klosterschule,  später nach Holzminden verlegt und zum Herzoglichen Gymnasium avanciert , die Bibliothek Burckhards, fast 9000 Bände, von dessen Erben;  299 Bände hatte bereits 1755 die Wolfenbütteler Bibliothek in Besitz genommen. 1902 beschreibt und ediert Wilhelm Allers, Oberlehrer und Buchhüter des Gymnasiums, die Bibelfragmente, die er dem 12. oder 13.  Jahrhundert zuordnet.1 Laut Handschriftencensus handelte es sich bei den Bruchstücken um „2 Querstreifen aus 1 oder 2 Doppelblättern“.2  Allers erkennt in dem Verfasser einen „gewandten Übersetzer“3 der Evangelien ins Deutsche, das Kurt Ruh 1983 im Thüringischen lokalisiert.4 Als Beleg für seine Zuordnung zu einzelnen Passagen aus der Bibel stellt Allers seine Transkriptionen der Bruchstücke synoptisch dar neben die jeweiligen Texten der Vulgata und bei den Stücken des Johannes-Evangeliums überdies neben die erste deutschen Bibelübersetzung durch einen Nürnberger Geistlichen namens Matthias Behaim aus dem 14. Jahrhundert,  der bei Allers so genannten „Behaimschen Übersetzung“5

Der Einband, in dem die Bibelbruchstücke vor gut 100 Jahren aufgefunden wurden,  schützte eine Ausgabe des Vocabularius breviloquus von Johannes Reuchlin (1455-1522), gedruckt von Anton Koberger in Nürnberg 1498.6 Die Burckardiana aus der Holzmindener Gymnasialbibliothek wurden 1949, zusammen mit weiteren wertvollen Beständen, von der Niedersächsischen Landesbibliothek Gottfried Wilhelm Leibniz in Hannover übernommen.7 In Hannover findet sich kein Nachweis dieser Inkunabel; ob und wann die Fragmente herausgelöst wurden, bleibt Vermutung.8 Die weiteren Bestände der Holzmindener Gymnasialbibliothek werden heute in Schloss Bevern aufbewahrt.9

Der einzige Abdruck der verschwundenen Bruchstücke stammt von  Oberlehrer Allers 1902, ist als Sonderdruck aus  einem Schulprogramm erhalten und online einsehbar.10 Die Schulprogramm genannten Jahresberichte der Gymnasien des 19. und frühen 20. Jahrhunderts stellen nicht nur die wertvollste Quelle zur Schulgeschichte dieses Landes dar, sondern beherbergen auch nicht selten den einzigen verbliebenen Nachweis von in den Zeitläuften, überdies zweier Weltkriege, unwiederbringlich verloren gegangenem Kulturgut. Dass wertvollstes Schriftgut in Gymnasialbibliotheken eine Heimat hatte und in vielen Fällen heute noch hat, ist nach wie vor in der Öffentlichkeit wenig bekannt.

Wissenschaftliche Beilage zum Jahresberichte des Herzoglichen Gymnasiums zu Holzminden. Aus einer alten Bibliothek. Von Dr. Wilh. Allers, Oberlehrer. Holzminden. Druck von J. H. Stocks Buchdruckerei. 1902. [1902. Programm Nr. 777]Oberlehrer Wilhelm Allers zitiert 1902  leicht versteckt in einer Fußnote aus dem Bericht eines Direktors des Holzmindener Herzoglichen Gymnasiums von 1865 zur Buchsammlung Jakob Burckhards, einer Sammlung,  die 100 Jahre zuvor 1760 immerhin der Grundstock für die Holzmindener Gymnasialbibliothek gewesen war:

„Es ist die Bibliothek eines Bibliothekars. […] es mögen nicht wenige seltene Sachen darin sein, namentlich an Dissertationen11, aber das meiste ist veraltet.  Für die gewöhnlichen Studien eines Gymnasiallehrers ist überaus wenig darin brauchbar.“12

Anzunehmen ist, dass sich mancherorts derlei Denken über historische Bestände in Schulbibliotheken womöglich tradiert haben könnte bis auf den heutigen Tag.

Literatur

Wilhelm Allers, Aus einer alten Bibliothek (Wissenschaftliche Beilage zum Jahresberichte des Herzoglichen Gymnasiums zu Holzminden), Holzminden 1902, S. 3-11

Anmerkungen
  1. Wilhelm Allers, Aus einer alten Bibliothek (Wissenschaftliche Beilage zum Jahresberichte des Herzoglichen Gymnasiums zu Holzminden), Holzminden 1902, S. 3-11
  2. Handschriftencensus/1557. Marburger Repertorium: Deutschsprachige Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts, November 2001
  3. Allers (1902), S. 5
  4. Kurt Ruh, Holzmindener Bibel-Fragmente. In: 2VL 4 (1983), Sp. 120
  5. Allers (1902), S. 6
  6. GW M37925; Allers (1902), S. 4
  7. Zur Reise der Burckadiana: HAB, Gelehrtenbibliotheken des 18. und 19. Jahrhunderts (von Wolfenbüttel werden 10 000 Bände angegeben, vgl. dazu Allers (1902);  GWLB, Handschriften und alte Drucke; Fabian, Handbuch der historischen Buchbestände (1.51)
  8. Carsten Kottmann: Das buch der evangelii und epistel. Studien und Texte zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit, Bd. Waxmann, Münster 2009, Bd. 14, S. 51
  9. Schloss Bevern, Historische Bibliotheken: 2. Historische Bibliothek des Campe-Gymnasiums Holzminden
  10. Bei archive.org; mit Dank an Klaus Graf für den Link
  11. Allers bemerkt in Klammern, es handele sich dabei um „mehrere Tausend“.
  12. Allers (1902), S. 3

Könyvbemutató a Magyar Nemzeti Levéltár Országos Levéltárában

MTA-PPKE Fraknói Vilmos Római Történeti Kutatócsoport -

2018. október 30-án a Kutatócsoport vezetője, Tusor Péter is részt vett a Magyar Nemzeti Levéltár Országos Levéltárában tartott A „Reformáció MNL” projekt bemutatóval egybekötött záróünnepségén, ahol a „...mi úgymond mennyei polgárok vagyunk” - Válogatás a magyarországi protestantizmus történeti emlékeiből a Magyar Nemzeti Levéltárban című kötetet ismertette. Bemutatójában többek közt kiemelte, hogy a közel hetven dokumentumot tartalmazó kötet gyakorlatilag egy virtuális kiállítás, valamint Pásztor Lajos és Wolfgang Reinhard munkásságát kiemelve röviden felvázolta, hogy a magyarországi protestantizmus hogyan illeszkedik bele az európai konfesszionalizáció világába.

Program
 

Levéltári kutatás

Evangélikus Országos Levéltár -

Levéltári kutatás eogy-admin 2018. 10. 30., k - 17:16

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Matrikenührung in Österreich: Neuer Überblick erschienen!

Diözesanarchiv St. Pölten -

In Sidebar anzeigen:  ja

Felix Gundacker hat einen Überblick zur Geschichte der Matrikenführung in Österreich verfasst, der zahlreiche neue Detailerkenntnisse enthält. Allen zu empfehlen, die mit dieser Quelle forschen.

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